Warum sich Bauchspeicheldrüsenkrebs so aggressiv ausbreitet
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27.04
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Warum sich Bauchspeicheldrüsenkrebs so aggressiv ausbreitet

Warum sich Bauchspeicheldrüsenkrebs so aggressiv ausbreitet

Schlüsselfaktor eines embryonalen Programmes fördert Metastasenbildung

Bauchspeicheldrüsenkrebs und andere bösartige Tumortypen sind besonders aggressiv, weil sie den Schlüsselfaktor eines embryonalen Programmes aktivieren können. Das haben Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) herausgefunden und in "Nature Cell Biology" veröffentlicht.

Wenn der Faktor in Krebszellen reaktiviert wird, breiten sich die Tumorzellen aus

Dieser Faktor - Zeb1 - reguliert die Wanderung und das Überleben von Zellen in der frühen Embryonalentwicklung. In voll entwickelten Zellen ist Zeb1 hingegen stillgelegt. Das Team um Thomas Brabletz und Marc Stemmler hat nun entdeckt, dass wenn der Faktor in Krebszellen reaktiviert wird, sich die Tumorzellen im Körper ausbreiten und sich schnell veränderten Bedingungen in der neuen Umgebung anpassen.

Wird Zeb1 nicht aktiviert, gelingt das nicht so leicht. Folglich bilden sich deutlich weniger Metastasen. Auch bei anderen Tumoren, wie aggressiven Formen des Brustkrebses, sei dieser Mechanismus zu beobachten, so die Wissenschaftler, die sich von diesen Erkenntnissen neue Therapiestrategien erhoffen.

Quelle: Nature Cell Biology/APA

Bildquelle: APA (Hochmuth)/GEORG HOCHMUTH

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