Gesundheitsministerin will Thema Medikamentenstudien angehen
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Gesundheitsministerin will Thema Medikamentenstudien angehen

Gesundheitsministerin will Thema Medikamentenstudien angehen

Experten hatten mehr Transparenz bei Anwendungsstudien gefordert, mit denen Pharmafirmen schon zugelassene Medikamente noch einmal testen lassen

Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) will das Thema Medikamentenstudien angehen. Sie werde sich dazu mit allen Beteiligten zusammensetzen, kündigte sie in einer Stellungnahme an.

"Es freut mich sehr, dass es jetzt auch positive Signale aus der Ärztekammer und der Pharmaindustrie gibt, das war vorher nicht der Fall", sagte die Ressortchefin.

Experten hatten mehr Transparenz bei Anwendungsstudien gefordert, mit denen Pharmafirmen schon zugelassene Medikamente noch einmal testen lassen. Diese dienen nur dazu, den Verkauf der Arzneimittel anzukurbeln und hätten kaum wissenschaftlichen Wert, lautete die Kritik im Ö1-Morgenjournal am Montag. Zwar seien die Studien in einem öffentlichen Register einsehbar, die teilnehmenden Ärzte sowie deren Honorarhöhen werden jedoch nicht veröffentlicht. Zudem wüssten Patienten oft nicht, dass ihre Daten weitergegeben werden.

 

Laut Pamela Rendi-Wagner habe bereits vor einigen Jahren eine neue Verordnung festgeschrieben, dass Patienten über die Teilnahme an solchen Studien informiert werden müssen.

"Allerdings bleibt es bisher ohne Konsequenzen, wenn das nicht passiert. Mir ist es wichtig, dass es hier Verbesserungen gibt", sagte die Gesundheitsministerin.

Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber sagte in einer Aussendung, dass er davon ausgehe, dass Ärzte sehr wohl ihre Patienten darüber aufklären, wenn sie Teil dieser Studien sind und sie nicht ohne die Einwilligung der Betroffenen durchführen. Die Durchführung der Studien sei behördlich geregelt und die Ärzte bekämen ein dem Mehraufwand angemessenes Honorar dafür. Im Ö1-Morgenjournal hatte er gesagt, er könne sich durchaus vorstellen, dass in Zukunft mehr Daten zu den Studien veröffentlicht würden. Das sei aber eine Entscheidung der Behörde und der Politik.

Quelle: APA

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