Innsbrucker Tumorboard erhält DONKO-Zertifikat
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Hennrich.PR
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Innsbrucker Tumorboard erhält DONKO-Zertifikat

Innsbrucker Tumorboard erhält DONKO-Zertifikat

DONKO verleiht erstmals an das Gastrointestinale (IGIT) Tumorboard des LKH Innsbruck und der Medizinischen Universität Innsbruck ein Zertifikat.

Ein gesetzlich vorgeschriebenes Tumorboard sichert die bestmögliche Behandlung von Krebspatienten. Nun verleiht der Dachverband onkologisch tätiger Fachgesellschaften Österreichs (DONKO) erstmals ein Zertifikat für die Qualität und Nachhaltigkeit von Tumorboards. Nach Abschluss der Pilotphase sollen weitere Zertifizierungen folgen.

Der Österreichische Strukturplan Gesundheit (ÖSG) verpflichtet alle onkologischen Zentren zur Einrichtung eines interdisziplinären Tumorboards. Es sichert die erfolgreiche Zusammenarbeit von Spezialisten bei der Behandlung von Krebspatienten. „Alle Behandler einer Tumorerkrankung legen gemeinsam die jeweils bestmögliche Therapie für einen bestimmten Patienten fest", erläutert DONKO-Präsident o.Univ.-Prof. DI Dr. Peter Lukas, Direktor der Univ.-Klinik für Strahlentherapie-Radioonkologie der Medizinischen Universität Innsbruck, das Grundprinzip. 
 
Alle 19 im DONKO organisierten onkologisch tätigen Fachgesellschaften haben gemeinsam Voraussetzungen für die Zusammenarbeit im Tumorboard in einer Meta-Geschäftsordnung festgelegt. Die Zertifizierungsgesellschaft Doc-Cert und DONKO haben zusätzlich Rahmenbedingungen für die Zertifizierung von Tumorboards entwickelt.
 
Innsbruck: Probezertifizierung erfolgreich abgeschlossen
Um die Umsetzbarkeit der Rahmenbedingungen unter realen Bedingungen zu testen, wurden Probezertifizierungen an zwei Tumorzentren gestartet. In Innsbruck wurde nach einer erfolgreichen Pilotphase das erste DONKO-Zertifikat am 21. Juli 2017 an das Gastrointestinale (IGIT) Tumorboard des Landeskrankenhauses Innsbruck und der Medizinischen Universität Innsbruck übergeben.
 
Nur ein Monat später soll das zweite DONKO-Zertifikat an das Landeskrankenhaus Hall gemeinsam mit dem LKH und der Medizinischen Universität Innsbruck vergeben werden. Hierbei wurde eine telemedizinische Kooperation – eine Zusammenarbeit mit Telekonferenzanbindung – erfolgreich geprüft.
 
Nach zwei weiteren Probezertifizierungen soll die Zertifizierung in den Alltag übergehen. Bewerben kann sich jedes onkologische Zentrum in Österreich, der tatsächliche Zertifizierungsvorgang erfolgt durch speziell ausgebildete Experten von Doc-Cert. Momentan ist das Probezertifikat ein Jahr gültig, im Routinebetrieb könnte die Gültigkeit auf zwei bis drei Jahre erhöht werden. 
 
Die individuell bestmögliche Therapie festlegen
Ein großer Vorteil für Patienten ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Experten. Laut ÖSG-Vorgaben muss sich ein Tumorboard aus Experten von mindestens fünf Disziplinen zusammensetzen: Organbehandler (z.B. Chirurg oder jeweiliger Facharzt), internistischer Onkologe, Radiologe, Pathologe sowie Radioonkologe. Darüber hinaus können weitere Spezialisten hinzugezogen werden. Dieses Team entscheidet, welche Behandlung für den jeweiligen Patienten mit seiner speziellen Konstellation des Tumors geeignet ist. Zusätzlich ist das Tumorboard für die Kontrolle der optimalen Behandlungsabläufe und detaillierte Dokumentation aller Vorgänge und Ergebnisse zuständig. „Sämtliche dieser Anforderungen werden im Rahmen unserer Zertifizierung geprüft und sind durch das DONKO-Zertifikat gewährleistet", betont Prof. Lukas. Für jeden Krebspatienten kann hierbei die bestmögliche Behandlung bestimmt werden.

Bildinformation: 
Nach erfolgreichem Abschluss eines Testlaufs wurde am 21. Juli 2017 das erste DONKO-Zertifikat an das Gastrointestinale (IGIT) Tumorboard des Landeskrankenhauses Innsbruck und der Medizinischen Universität Innsbruck übergeben. 
im Bild v.l.: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Buchberger (ärztl. Direktor der Tirol-Kliniken), O. Univ.-Prof. DI Dr. Peter Lukas (DONKO-Präsident und Direktor der Univ.-Klinik für Strahlentherapie-Radioonkologie der Medizinischen Universität Innsbruck), Univ.-Prof. Dr. Dietmar Öfner-Velano (Direktor der Universitätsklinik für Visceral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie, Department Operative Medizin, Medizinische Universität Innsbruck), Priv.-Doz. Dr. Reinhold Kafka-Ritsch (Geschäftsführender Oberarzt, Leiter Chirurgische Onkologie, Medizinische Universität Innsbruck)
Copyright by Die Fotografen Charly Lair

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