Nesselsucht: Studie deutet auf Defizite bei der Therapie hin
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Nesselsucht: Studie deutet auf Defizite bei der Therapie hin

Nesselsucht: Studie deutet auf Defizite bei der Therapie hin

Späte Diagnosen und trotz Therapie mittelschwere bis schwere Symptome

Studie zeigt Defizite bei der Behandlung von Nesselsucht (chronisch spontane Urtikaria, CsU): Bei 673 Patienten in sieben Ländern war schon der Weg bis zur korrekten Diagnose mit durchschnittlich zwei Jahren ein langer. Nicht ganz die Hälfte der Patienten waren unterbehandelt und hatten trotz Therapie mittelschwere bis schwere Symptome.

Die Nesselsucht ist eine quälende Hautkrankheit, die spontan erscheint und juckende Quaddeln und/oder schmerzhafte Angioödeme (Wasseransammlung im Gewebe) verursacht, und länger als sechs Wochen verläuft. Die Therapie ist dreistufig: Die Gabe von H1-Antihistaminika der zweiten Generation und zwar vorerst in einfacher Dosis. Bleiben die Symptome manifest oder ist nur ein unzureichendes Ansprechen zu beobachten, kann die Dosis auf das bis zu Vierfache erhöht werden. 55 Prozent werden mit dieser Behandlung symptomfrei.

"Seit der Einführung eines humanisierten Anti-IgE-Antikörpers gibt es auch für jene Patienten, bei denen Antihistaminika nicht den gewünschten Erfolg zeigen bzw. die Histamin-Rezeptorblocker nicht vertragen, Hoffnung auf vollständige Symptomfreiheit", so Martin Zikeli, Leitender Oberarzt der Allergieambulanz und Kinderhautambulanz im Landesklinikum Wiener Neustadt. Die neuen Studiendaten zeigen leider auf, dass dieses Ziel für die Hälfte der Patienten noch nicht erreicht wurde.

Quelle: APA

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