Psoriasis: breite Aufklärungskampagne fängt an
Psoriasis: breite Aufklärungskampagne fängt an
Psoriasis: breite Aufklärungskampagne fängt an
CredoMedia - Medizin Aktuell
CredoMedia - Medizin Aktuell
Themenseite
Psoriasis: breite Aufklärungskampagne fängt an

Psoriasis: breite Aufklärungskampagne fängt an

Patienteninitiative „Psoriasis“ soll Mut machen und aufzeigen: Psoriasis (auch: Schuppenflechte) ist heutzutage gut behandelbar.

Rund 125 Millionen Menschen weltweit – davon ca. 250.000 in Österreich – leiden an Schuppenflechte (Psoriasis), einer chronisch-entzündlichen Erkrankung, die sich vor allem auf der Haut zeigt. (1,2) Aufgrund der Entzündung im Körper gibt es zahlreiche mögliche Begleiterkrankungen, die sich unter der Haut abspielen. Patienten durchleben nicht selten eine lange, leidvolle Odyssee, bis sie zu einem Hautarzt gelangen, der auch aktuellen Behandlungsmöglichkeiten offen gegenübersteht. (3) Diese können bei mittelschweren bis schweren Formen heutzutage eine beinahe erscheinungsfreie Haut und ein weitgehend normales Leben ermöglichen. (3) Die von Lilly geförderte Aufklärungsinitiative "Psoriasis", die am 1. Dezember startet, wird von einer Reihe von Institutionen getragen, unter anderem vom Berufsverband österreichischer Dermatologen (BVÖD). Gemeinsam möchten die Partner der Initiative Patienten Mut machen, sich gezielt zu informieren und einen Hautarzt aufzusuchen, der sie auf dem Weg zu einer möglichst erscheinungsfreien Haut unterstützen kann.

 

Schuppenflechte: mehr als nur eine Hauterkrankung

 

Etwa 250.000 Menschen in Österreich – und damit 2–3 Prozent der Bevölkerung – leben mit der Diagnose Plaque-Psoriasis. (2) Je schwerer die Ausprägung, desto stärker vermindert sich die Lebensqualität. (4) Insbesondere wenn die entzündete Haut sichtbare Körperstellen, die sich nicht so leicht verdecken lassen, wie z. B. Gesicht und Hände, oder den Intimbereich betreffen, leiden Körper und Seele umso mehr. (5) Scham und vermindertes Selbstwertgefühl können sich negativ auf sämtliche Lebensbereiche auswirken: auf Beruf, Partnerschaft oder das alltägliche Leben. (5)

 

Die Ursache der nicht ansteckenden, chronisch-entzündlichen Hauterkrankung ist ein überaktives Immunsystem, welches zu viele Botenstoffe produziert, die eine beschleunigte Hauterneuerung bewirken. (3,6) Dies führt zu den für die Schuppenflechte charakteristischen entzündlichen Hautveränderungen (Plaques), die nicht nur schmerzhaft, sondern auch mit Juckreiz verbunden sein können. (7)

 

Doch oftmals erkrankt nicht nur die Haut: So kann die chronische Entzündung im Körper u. a. auch dazu führen, dass Patienten mit Schuppenflechte ein erhöhtes Risiko haben, weitere Begleiterkrankungen zu entwickeln, beispielsweise Diabetes, Bluthochdruck, Psoriasis-Arthritis oder auch Depression. (3,8)

 

Aufklärung und bessere Versorgung sind dringend notwendig

Psoriasis-Patienten wünschen sich vor allem eine möglichst erscheinungsfreie Haut und ein normales Leben. Patientenbefragungen haben jedoch gezeigt, dass nur für etwa 30 Prozent der Patienten der Therapieerfolg zufriedenstellend war. Schuppenflechte hat einen großen Einfluss auf das Leben der Betroffenen.

Unser Ziel sollte es daher sein, die Versorgung der Patienten zu verbessern und somit auch ihre Lebensqualität. Mit Hilfe der derzeit verfügbaren Therapien können wir für unsere Patienten heutzutage eine nahezu oder völlig erscheinungsfreie Haut erreichen.", so Dr. Johannes Neuhofer, Präsident des Berufsverbandes und Mitinitiator der Initiative "Psoriasis".

 

Viele Patienten durchleben jedoch nicht selten eine lange, leidvolle Odyssee, bis sie einen Facharzt finden, der ihnen helfen kann. (3) "Häufig müssen Patienten eine Reihe von Ärzten aufsuchen, bis sie eine für sie zufriedenstellende Behandlung erhalten. Die Situation hierzulande ist leider so, dass nicht alle Hautärzte ihre Patienten entsprechend der aktuellen, medizinischen Leitlinien zur Behandlung der Psoriasis versorgen", sagt Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer, Leiterin der Dermatologischen Abteilung im Donauspital, Sozialmedizinisches Zentrum Ost, Wien. "Ich möchte Patienten dazu raten, einen Hautarzt zu suchen, der nach heutigen Behandlungsstandards vorgeht und dafür das komplette Spektrum an Therapien heranzieht. Patienten sollten wissen, dass heutzutage eine nahezu Erscheinungsfreiheit ein erreichbares Therapieziel geworden ist."

 

Ein Leben ohne Einschränkung? Medizinischer Fortschritt macht vieles möglich

 

Dank intensiver Forschung hat sich das Wissen um die spezifischen Entzündungsmechanismen der Schuppenflechte in den letzten fünf bis zehn Jahren deutlich erweitert. Für den Patienten bedeutet diese medizinische Weiterentwicklung, die Chance auf ein Leben ohne sichtbare Plaques und dem damit verbundenen Stigma. Die Aufklärungsinitiative "Psoriasis" möchte Patienten, die bislang noch relativ stark unter ihrer Erkrankung leiden, ermutigen, das Gespräch mit ihrem Arzt zu suchen und weitere Schritte auf dem Weg zu einer möglichst erscheinungsfreien Haut in Angriff zu nehmen.

 

"Neben der Entwicklung und Bereitstellung von Therapien ist es für uns als Unternehmen ein wichtiges Anliegen, Patienten und Behandler im tagtäglichen Umgang mit dieser belastenden Erkrankung zu unterstützen. Wir fördern daher gerne die Initiative "Psoriasis", die Betroffenen wieder Mut machen und aufzuzeigen möchte, dass die Krankheit sie in ihrem Alltag nicht mehr so einschränken muss. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern möchten wir somit einen Beitrag für eine bessere Versorgung von Patienten mit Schuppenflechte leisten", so Mario Haller, Geschäftsführer der Eli Lilly Gesellschaft m.b.H, Wien.

 

Quellen:

 

1) International Federation of Psoriasis Associations. Abgerufen im Oktober 2017 unter https://ifpa-pso.com/

2) Bundesministerium für Gesundheit, https://www.ots.at/redirect/gesundheit2 , aufgerufen am 19. Oktober 2017

3) World Health Organization. Global Report on Psoriasis 2016; deutsche Übersetzung online publiziert unter: https://www.ots.at/redirect/psonet 

4) Griffiths CEM et al. Lancet 2015; 386(9993): 541-551 5) Sampogna F et al. Acta Derm Venereol 2012; 92(3): 299-303 6) Morhenn VB et al. J Dermatol Sci 2013; 72(2): 87-92 7) Naegeli AN et al. Int J Dermatol 2015; 54(6): 715-722 8) Augustin M et al. Acta Derm Venereol 2010; 90(2): 147-151

Quelle: APA / Fotocredit: © Welldone/Oreste Schaller

Kommentare