Grippewelle wird noch stärker
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Grippewelle wird noch stärker

Grippewelle wird noch stärker

Vergangene Woche (15.01.-21.01.2018) gab es 10.100 Neuerkrankungen in Wien, nach 8.400 Fällen in der Woche davor.

Die diesjährige Influenza-Welle wird offenbar noch stärker. Vergangene Woche gab es laut dem Wiener Grippemeldesystem rund 10.100 Neuerkrankungen an "echter" Virusgrippe und grippalen Infekten. Die Woche zuvor waren es rund 8.400 gewesen, davor etwa 6.800.

Auch in dieser Woche konnte eine weitere Zunahme der Influenzavirusaktivität verzeichnet werden.

In Kalenderwoche 3 konnten in 66 Prozent aller Sentinel-Einsendungen (Probeneinsendungen von an dem Meldesystem beteiligten Ärzten; Anm.) Influenzaviren nachgewiesen werden.

Nach wie vor ist Influenza B das dominante Virus dieser Saison,

schrieben die Experten.

 

Bei Influenza A dominierten bisher in Österreich die A(H1N1)-Stämme, ähnliche dem Pandemie-Virus aus der Saison 2009/2010. Doch das ist nicht überall der Fall. Die Virologen der MedUni Wien schrieben in ihrem Informationsdienst (DINÖ): "Weiterhin zunehmende Influenzavirusaktivität in ganz Europa. Irland, Luxemburg, Malta, Schweiz und Wales melden eine hohe Intensität der Influenzavirusaktivität. Weiterhin dominieren in den meisten Ländern Europas Influenza B Viren, in Frankreich dominiert jedoch das A(H1N1)pdm09 Virus. Besonders interessant ist diese Woche, dass Russland eine Dominanz des A(H3N2) Virus meldet. In den USA steigt die Influenzaaktivität weiterhin stark an, die dortige Grippewelle wird hauptsächlich durch das A(H3N2) Virus verursacht."

 

A(H1N1)- und A(H3N2)-Erreger sind im diesjährigen Dreifach-Impfstoff in der passenden Form für einen vorbeugenden Schutz vorhanden. Rund 70 Prozent der derzeit in Österreich zirkulierenden Grippeviren sind aber Influenza B Viren der Linie Yamagata. Dagegen würde nur ein Vierfach-Impfstoff schützen, der aber nicht mehr erhältlich ist. Gegen einen Stamm anderen der Influenza B-Viren schützen aber die vorhandenen Dreifach-Vakzine.

Wer jetzt an Influenza erkrankt, sollte so rasch wie möglich mit einem Neuraminidasehemmer behandelt werden,

sagte Heidemarie Holzmann, Virologin der MedUni Wien, aus Anlass des Österreichischen Impftages gegenüber der APA. Während der derzeit ausgerufenen Influenza-Welle sind diese Medikamente, welche die Erkrankungsdauer etwas verkürzen und die Erkrankung weniger stark machen, auf Krankenkassenkosten verschreibbar. Sinnvoll ist die Einnahme aber nur binnen höchstens 48 Stunden nach Beginn der Symptome.

Quelle: APA

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