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Bionische Live-Op am Wiener AKH

Eine Operation zur Vorbereitung der Versorgung eines Patienten mit einer bionischen Armprothese war der Auftakt des zweiten Fachkongresses Innovations in Amputation Surgery and Prosthetic Technologies (IASPT), der von 10. bis 12. Mai am AKH in Wien stattfindet.


Eingesetzt wurde ein Implantat, das die mechanische Anbindung und die Datenübertragung der Nervenimpulse ermöglicht. Dieser Kombinationseingriff an Skelett- und Nervensystem an einem Arm sei weltweit einzigartig und verschaffe dem Patienten erstmals eine "plug-and-play"-Situation, hieß es von den Veranstaltern des Symposiums. Die prothetische Rehabilitation nach dem Extremitätenverlust gestalte sich dadurch einfacher. "Der Patient kann die Prothese nach Einheilung sofort bedienen", erklärte Oskar Aszmann, der Leiter des Labors für Bionische Extremitätenrekonstruktion (Christian Doppler Labor für Wiederherstellung von Extremitätenfunktionen) an der Klinischen Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie der MedUni Wien.

 

Mit etwa 300 Teilnehmern aus 27 Nationen will das Symposium Einblick in die neuesten Technologien und Konzepte der bionischen Extremitätenrekonstruktion geben. Am "Workshop Day" sollen praktische Möglichkeiten der Signalüberleitung an Patienten demonstriert werden. Elf verschiedene Stationen werden angeboten, an denen u.a. Innovationen zur Extraktion und Interpretation biologischer Signale zur prothetischen Kontrolle gezeigt werden sollen bzw. welche neuen Trainingsmethoden zur Verfügung stehen, damit Betroffene diese intuitiven Signale optimal nutzen können.

 

Mehr über das Symposium finden Sie hier.

Quelle: APA

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