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Psoriasis Arthritis: Wenn Haut und Gelenke schmerzen

Betroffene klagen sowohl über typische Psoriasis-Herde, als auch über entzündliche Veränderungen der Gelenke und der umliegenden Weichteile, wie Sehnen, Schleimbeutel oder Bänder.


Rund 50.000 Betroffene leiden in Österreich unter der chronisch entzündlichen Erkrankung Psoriasis Arthritis (PsA). 20 bis 40 Prozent aller Patienten mit Psoriasis (Schuppenflechte) erkranken innerhalb der ersten zehn Jahre zusätzlich an Psoriasis Arthritis.

 

Die Krankheit verläuft schubweise und setzt bei etwa drei Viertel aller Patienten auf einer vorhandenen Psoriasis auf - das heißt: Erst entsteht die Psoriasis, Monate oder Jahre später schließlich die Psoriasis-Arthritis als eigenständige Erkrankung. Betroffene klagen sowohl über typische Psoriasis-Herde, als auch über entzündliche Veränderungen der Gelenke und der umliegenden Weichteile, wie Sehnen, Schleimbeutel oder Bänder. Auch Veränderungen an den Nägeln sind typisch für Psoriasis Arthritis Patienten.

 

Am häufigsten sind Menschen zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr betroffen, die Erkrankung ist daher nicht - wie vielfach vermutet - eine Erkrankung des fortgeschrittenen Alters. Männer und Frauen erkranken in etwa gleich häufig an Psoriasis Arthritis.

 

Eine rechtzeitige Behandlung und Diagnose kann das rasche Voranschreiten der Erkrankung und mögliche Gelenksschäden verhindern. Betroffene sollten sich von einem Hausarzt und einem Rheumatologen behandeln lassen. Zwar ist Psoriasis Arthritis nicht heilbar, jedoch mit modernen Medikamenten gut behandelbar. Entzündungsprozesse können gestoppt und die Funktionstüchtigkeit der Gelenke erhalten werden. Oberstes Therapieziel ist neben der Erhaltung der Beweglichkeit das Voranschreiten der Krankheit zu verhindern, aber auch Schmerzen zu reduzieren und Komplikationen vorzubeugen und damit schließlich die Lebensqualität zu verbessern.

Quelle: APA

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