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Psoriasis Arthritis - Gelenkbeteiligung bei Schuppenflechte - Video

Psoriasis Arthritis - Gelenkbeteiligung bei Schuppenflechte - Video

Psoriasis Arthritis - Gelenkbeteiligung bei Schuppenflechte

  • Warum wird Psoriasis Arthritis oftmals nicht richtig diagnostiziert?
  • Was sind die typischen Anzeichen und Symptome aus orthopädischer Sicht?
  • Wie kann man die Beweglichkeit der Endgelenke beeinflussen?

Alle Antworten finden Sie im Video:

 

Was ist Psoriasis-Arthritis?

Die Psoriasis-Arthritis (Psoriasis-Arthropathie, PSA) ist eine chronische Autoimmunerkrankung des Bewegungsapparates. Sie betrifft Gelenke, Sehnen, Bänder und auch Muskeln. Die Schuppenflechte kommt in 0,3% der Bevölkerung vor, 10% davon weisen eine Mitbeteiligung des Bewegungsapparates auf. In 60% geht dem Gelenksbefall eine Schuppung der Haut voraus, in 40% kommt es bereits vor den typischen Symptomen der Haut zu Beschwerden der Gelenke.

Welche Symptome verursacht die Erkrankung?

Zu den typischen Symptomen gehören ein Befall der Mittel- und Endgelenke der Finger sowie ein einstrahliger Befall eines Fingers. Hier kann man ein unterschiedliches Befallsmuster im Vergleich zur Rheumatoiden Arthritis erkennen, bei der es üblicherweise zu einem symmetrischen Befall der Gelenke kommt.

 

Allerdings können bei der Psoriasis-Arthritis alle Gelenke im Körper sowie auch Bänder, Sehnen und Muskeln betroffen werden. Auch an der Wirbelsäule und am Becken können entzündliche Veränderungen auftreten.

Wie wird Psoriasis-Arthritis behandelt?

Diese chronische Erkrankung ist nicht heilbar, aber meist sehr gut behandelbar. Das wichtigste Therapieziel dabei ist es, die Symptome soweit wie möglich zu unterdrücken, eine Zerstörung der Gelenke zu verhindern und den Patienten ein weitgehend beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Erreicht werden diese Ziele durch die Zusammenarbeit von Patient und Arzt und durch eine multimodale Therapie, die jedenfalls aus Bewegung (Physio- bzw. Ergotherapie) und medikamentöse Behandlung besteht.

 

Das Therapiekonzept ist multimodal. Für die medikamentöse Therapie stehen verschiedene Arzneien (u.a. nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Kortikosteroide, Basistherapeutika (csDMARDs), Biologika etc.) zur Verfügung.

 

Zuerst muss die Grunderkrankung, die Psoriasis, behandelt werden. Dafür eignen sich Immunmodulatoren. Des weiteren erzielen Ergotherapie sowie Physiotherapie gute Erfolge. Bei Bedarf kann als chirurgisches Verfahren eine Entfernung der inneren Gelenkshaut vorgenommen werden. Von ihr geht die Entzündung und Schwellung aus. Dadurch kann langfristig das Gelenk geschont und erhalten bleiben.

 

Bei Beschwerden der Gelenke sollten Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen und mit ihm besprechen welche präventiven Maßnahmen gesetzt werden können. So kann frühzeitig mit der Therapie begonnen werden und der Zerstörung der Gelenke vorbeugen.

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