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Halloween – wenn die Kürbiszeit zur Allergiezeit wird

 Halloween – wenn die Kürbiszeit zur Allergiezeit wird

 
Der Kürbis ist das Gemüse der Herbstzeit schlechthin und spätestens rund um Halloween meist in aller Munde. Doch Vorsicht: ruft der Verzehr von Kürbissen Beschwerden hervor, kann eine Allergie dahinterstecken. Ob als Suppe, Eintopf oder Kuchen – das gesunde Gemüse ist in vielen Varianten auf dem Speiseplan zu finden. Insbesondere wenn man bedenkt, dass die Gattung der Kürbisgewächse rund 800 verschiedene Arten zählt – darunter Zucchini, Melonen oder Gurken.

Typische Symptome  

Wer nach dem Verzehr von Kürbissen Beschwerden wie Jucken oder Brennen im Mund und Rachen, Schwellungen der Schleimhäute oder Bläschenbildung bemerkt, könnte an einer Allergie leiden. Eine Kürbisallergie tritt häufig in Form einer Kreuzallergie auf. Dies bedeutet, der Körper reagiert auf Allergene, die jenen der primären, also der „eigentlichen“ Allergie, ähneln.  

Die Kreuzallergie 

Eine Kreuzallergie kann man sich als Verwirrung des Immunsystems vorstellen. Reagiert der Körper auf einen Stoff überempfindlich (Allergie), ist es möglich, dass er ebenso auf andere Substanzen mit ähnlichen Eiweißverbindungen in Nahrungsmitteln allergisch reagiert. Zu den meisten Allergenen gibt es eine Vielzahl an Proteinen, die eine ähnliche Struktur wie das Primärallergen aufweisen. Kreuzallergien stellen für Betroffene somit eine zusätzliche Belastung dar. 

 

Grundsätzlich können Kreuzreaktionen bei jeder Allergie auftreten, besonders häufig sind jedoch Personen mit inhalativen Allergien, wie beispielsweise Pollenallergiker, betroffen. So ist zu fast jeder Art von Kürbissen eine Kreuzreaktion möglich. Man spricht in diesem Fall auch von einer pollenassoziierten Lebensmittelallergie oder einem Oralen Allergie-Syndrom.

Häufige Kreuzreaktionen

 

Wie wird eine Kreuzallergie behandelt? 

Ähnlich wie bei „klassischen“ Allergien ist es in erster Linie ratsam, den Kontakt mit den allergieauslösenden Speisen zu vermeiden, also beispielsweise auf die verschiedenen Arten von Kürbisgemüse zu verzichten. Vorausgesetzt man weiß, wogegen mal genau allergisch ist. Hier kann ein Bluttest Aufschluss geben.  

 

Zudem gibt es Therapiemöglichkeiten wie beispielsweise Hyposensibilisierungen (Immuntherapien), denen der Allergenstatus als Grundlage dient. Therapien sollten direkt mit dem behandelnden Facharzt besprochen werden.

 

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Medizinisch geprüft
Dieser Artikel wurde von Mag. Nora Zulehner, PhD auf seine medizinische Richtigkeit geprüft.

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