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Vitamin D – warum ist es für unser Immunsystem so wichtig?

Vitamin D – warum ist es für unser Immunsystem so wichtig?

Vitamin D ist für ein intaktes Immunsystem sehr wichtig. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Vit. D auch eine Rolle bei der Entwicklung einiger Autoimmunerkrankungen, wie zB Multipler Sklerose spielt. Mit Hilfe von Vitamin D werden mehr als 200 antimikrobielle Peptide hergestellt, wobei das wichtigste davon Cathelicidin ist. Es ist ein natürlich vorkommendes Breitbandantibiotikum.

 

Dies zeigt, warum Vitamin D so effektiv gegen Erkältungen und Grippe wirkt. Nun wird auch seine Rolle in der Prävention und Behandlung diskutiert. Im Körper trägt ein optimaler Vitamin-D-Spiegel zu gesunden Knochen und Zähnen bei.  Damit das Calcium überhaupt in die Knochen gelangen kann, sind Vitamin D und Magnesium unverzichtbar. Zahlreiche Studien liefern Daten, dass Vitamin D eine wesentliche Rolle bei der Prävention von Erkrankungen wie zB Krebs, Diabetes Typ 1 und Typ 2 oder Multipler Sklerose spielt.

Vitamin oder Hormon?

Obwohl es Vitamin D heißt, funktioniert es im Körper wie ein Prohormon und wird über eine Zwischenstufe zum aktiven Steroidhormon Calcitriol umgewandelt. Vit. D beeinflusst somit die Aktivität von ca. 2000 Genen im Körper.

 

Eine ausreichende Versorgung lässt sich über zwei Wege erreichen. Eine regelmäßige, angemessene Sonnen- oder UV-B-Bestrahlung ist äußerst wichtig, da sich so das Vitamin in der Haut überhaupt bilden kann. Die richtige Ernährung bietet eine zusätzliche Möglichkeit den Körper mit Vitamin D zu versorgen. Dies allein reicht jedoch leider nicht aus. Die Sonne ist die wichtigste Vitamin-D-Quelle, weshalb im Winter oft ein Mangel auftreten kann. Säuglinge, Kleinkinder und Erwachsene über 65 J. sind besonders gefährdet. Experten empfehlen hier eine zusätzliche Vitamin-D-Versorgung mittels Nahrungsergänzungsmitteln.

Vitamin D erfüllt  zahlreiche Aufgaben im Körper:

·         Erhaltung eines intaktes Immunsystems, Gehirns und Nervensystems

·         Erhaltung von gesundne Knochen und Zähnen

·         Reguliert den Insulinspiegel und schützt vor Diabetes Typ 1 und 2

·         Unterstützt die Lungenfunktion und Herzgesundheit

·         Fördert Prozesse, welche präventiv gegen Krebs wirken

·         Reduziert das Risiko eines Kaiserschnitts und von Präeklampsie (= Schwangerschaftshypertonie)

·         Beugt Autismus, Alzheimer und andere Erkrankungen des Gehirns vor

 

In mehreren Studien wurde gezeigt, dass Vitamin D präventiv gegen Autoimmunerkrankungen wie Autismus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, neuromuskuläre Erkrankungen, Osteoporose, chronische Schmerzen, Erkältungen etc. wirken kann.

 

Es kann ein direkter Zusammenhang eines Vitamin-D-Mangels und schwerwiegenden Krankheiten wie Brust- und Darmkrebs, weichen Knochen, Osteomalazie und Gewichtszunahme oder Depressionen bestehen.

Die häufigsten Symptome eines Mangels an Vitamin D sind Knochenschmerzen und schwache Muskeln. Bei einigen Menschen können die Symptome jedoch subtiler ausgeprägt sein. 

Erkrankungen, die mit Vitamin-D-Mangel assoziiert werden können:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen;
  • Typ 1 und 2 Diabetes;
  • Krebs;
  • Multiple Sklerose;
  • Kognitive Beeinträchtigungen bei älteren Menschen;
  • Schweres Asthma bei Kindern;
  • Bluthochdruck.

Verschiedene Studien haben bei 70 bis 80% der Europäer einen Vitamin-D-Mangel festgestellt. In Österreich ist der Anteil der Menschen, die einen Mangel an Vitamin D haben auch sehr hoch. 

Wie viel Sonne brauchen wir, um genügend Vitamin D zu erhalten?

Um genügend Vitamin D zu erhalten wird empfohlen, dass man seinem Körper jeden Tag direktem Sonnenlicht aussetzt:

  • Menschen mit heller Haut sollten 15 Minuten pro Tag „sonnenbaden“;
  • Menschen mit dunklerer Haut sollten sich sogar 30 Minuten pro Tag der direkten Sonne aussetzen.

Um das Vitamin zu tanken sollte man im Winter zwischen 11.30 und 15.00 Uhr und im Sommer zwischen 9.00 und 11.00 Uhr, sowie zwischen 15.00 und 18.00 Uhr nach draußen gehen. Vitamin D wird im Körper jedoch schnell wieder abgebaut, besonders im Winter oder wenn man nicht auf eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung achtet.

Wie viel Vitamin D braucht man?

Den Vitamin-D-Bedarf bei Erwachsenen schätzen die Experten auf täglich 20 Mikrogramm (µg). Ein Vitamin-D-Defizit kann man mit Nahrungsergänzungsmittel ausgleichen. Erwachsene und Kinder ab 1 Jahr nehmen 800 - 1.000 I.E. pro Tag, jüngere Kinder 400 - 500 I.E.

 

Lebensmittel, die besonders reich an Vitamin D sind:

  • Lachs (wild);
  • Makrele;
  • Pilze (insbesondere wenn sie während der Kultivierung ultraviolettem Licht ausgesetzt sind).

Folgende Lebensmittel enthalten ebenfalls Vitamin D, jedoch weniger als die oben genannten:

  • Lebertran (z.B. Kabeljau)
  • Thunfisch
  • Sardinen
  • Leber (Rind oder Kalb)
  • Eigelb
  • Käse.
     

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