Artikel

Diagnose Krebs – Unterstützung für Betroffene und Angehörige

Diagnose Krebs – Unterstützung für Betroffene und Angehörige

Die Diagnose Krebs kommt für viele Menschen meist wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Plötzlich ist alles anders, alle Lebenspläne sind in Frage gestellt oder bedroht. Zu dem Gefühl des Schocks, der Angst und der Hilflosigkeit kommt oft auch noch ein wirtschaftliches und soziales Problem.


Foto: © wdw, Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda 

__________

Viele Patienten stürzen nach der Diagnose Krebs in existentielle Not und tiefe Verzweiflung – oft bringt die Krankheit auch den Verlust des Arbeitsplatzes mit sich. „Krebspatienten müssen davor geschützt werden, durch die Erkrankung unverschuldet in Not zu geraten, etwa durch den Verlust des Arbeitsplatzes, weil sie nicht mehr oder nicht sofort zu 100% einsatzfähig sind.“ so Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda (Präsident der Österreichischen Krebshilfe und Vorstand der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Wien-Hietzing).

Die Österreichische Krebshilfe

Von der Österreichischen Krebshilfe wird schon seit Jahren eine gesetzliche Regelung zum stufenweisen Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Erkrankung bzw. die Möglichkeit eines Teilzeitkrankenstandes gefordert. Alleine im vergangenen Jahr wurden von der Krebshilfe rund 2 Millionen Euro für die finanzielle Unterstützung von Krebspatienten und ihren Familien zur Verfügung gestellt.

Zum finanziellen Aspekt kommt oft auch der soziale. Krebs ist auch heute immer noch ein Tabuthema - dieAngst vor möglicher Unheilbarkeit und langem schwerem Leiden führt oftmals dazu, dass man diesem Thema lieber ausweicht. Aus der Befürchtung, etwas Falsches zu sagen oder zu machen, ziehen sich viele Menschen aus dem Umfeld eines Betroffenen zurück.

Durch das neue Arbeitszeitgesetz bleibt auch vielen Ärzten immer weniger Zeit, alle Fragen der Patienten zur Erkrankung, vor allem zu den psychischen und sozialen Aspekten, ausführlich zu beantworten. Diese für alle Beteiligten unzufrieden stellende Situation erfordert rasches Handeln durch die politischen Verantwortlichen.

Bestmögliche Lebensqualität und Betreuung auch bei fortgeschrittener Krebserkrankung

Mit modernen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten können heute viele Krebserkrankungen geheilt werden. Aber auch wenn Heilung nicht (mehr) möglich ist, sollen Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung ein Recht auf ein schmerzfreies und würdevolles Leben bei bestmöglichster Lebensqualität haben. Um Patienten und deren Angehörigen in dieser schwierigen Phase bestmöglich unterstützen zu können, habenKrebshilfe, Hospiz Österreich und die Österreichische Palliativgesellschaft eine Broschüre herausgegeben, die alle Hilfseinrichtungen in den jeweiligen Bundesländern mit Kontaktdaten angibt.

Quelle: Pressemappe der Österreichischen Krebshilfe: „Krebs – neue Therapien, neue Hoffnungen, neue Herausforderungen“, Beitrag von Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda

Kommentare