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Schlaf: Die beste Medizin für unser Wohlbefinden

Schlaf: Die beste Medizin für unser Wohlbefinden

Ausreichender, erholsamer Schlaf ist aus wissenschaftlicher Sicht das beste und günstigste „Anti-Stress-Mittel“ überhaupt. Zudem die beste Prävention gegen viele Zivilisationskrankheiten, darunter Krebs, Alzheimer, Diabetes, Herz-und Kreislaufkrankheiten, Hormonstörungen u.v.a. Die WHO stuft die Schlafstörungen und den Schlafmangel als „krebserregend“ ein, weil das Immunsystem dadurch geschwächt wird und die Regulation von über 700 Genen negativ beeinflusst wird. Betroffen sind vor allem Gene, die für Entzündungen, Immunreaktionen und Stressreaktionen verantwortlich sind.

  

Foto: © wdw

Prof. Dr. med. h.c. Günther W. Amann-Jennson, Schlafpsychologe, Buchautor und Initiator für einen gesunden, erholsamen Schlaf

  

Ausreichender, erholsamer Schlaf ist aus wissenschaftlicher Sicht das beste und günstigste „Anti-Stress-Mittel“ überhaupt. Zudem die beste Prävention gegen viele Zivilisationskrankheiten, darunter Krebs, Alzheimer, Diabetes, Herz-und Kreislaufkrankheiten, Hormonstörungen u.v.a. Die WHO stuft die Schlafstörungen und den Schlafmangel als „krebserregend“ ein, weil das Immunsystem dadurch geschwächt wird und die Regulation von über 700 Genen negativ beeinflusst wird. Betroffen sind vor allem Gene, die für Entzündungen, Immunreaktionen und Stressreaktionen verantwortlich sind.

  

Foto: Initiative Gesunder Schlaf/digidias

  

Gesunder Schlaf ist der wichtigste Prozess zur Stärkung des Immunsystems und zur Krebsabwehr. Schon eine Stunde Schlafmangel erhöht das Risiko für Erkältungskrankheiten um über 400 Prozent. Über das Schlaf-und Schutzhormon Melatonin und die Wachstumshormone werden die Selbstregulations-, Selbstreparatur-und Selbstheilungskräfte im Schlaf aktiviert. Gesunder Schlaf ist „die beste Medizin“ und unterstützt jede Behandlung.

Durch die veränderten Schlafgewohnheiten des modernen Menschen leiden etwa 80 Prozent der Erwerbstätigen unter einem „sozialen Jetlag“, der aus dem dauerhaften Widerstreit zwischen innerer Uhr und äußerer Zeitplanung entsteht. Die Desynchronisation der inneren Uhren ist eine Grundursache für die Entstehung von Entzündungsprozessen und Krankheiten.

Zudem leidet bereits ein Viertel der Schulkinder unter handfesten Schlafstörungen. Das wirkt sich auf Gesundheit, Leistungs-, Denk- und Lernvermögen negativ aus. Auch werden Übergewicht und psychische Störungen dadurch gefördert.

  

„Good Sleep is a Reachable Dream“ – das Motto des Welt-Schlaf-Tages

Wir verbringen jedes Jahr im Schnitt vier Monate im Schlaf, das sind 120 komplette Tage oder knapp 3000 Stunden.

Der schlechte Schlaf beginnt aber meist bereits am Tag:

  • zu viel Stress mit zu wenig Pausen und Entspannung
  • zu wenig Bewegung und Muskelarbeit
  • zu wenig Tages-und Sonnenlicht
  • zu wenig Wasser trinken
  • zu viel Kaffee, Energydrinks, Nikotin
  • am Abend zu viel aufwühlende Aktivitäten
  • vor dem Schlaf zu üppiges Essen, zu viel Alkohol
  • vor dem Schlaf zu viel digitale Kommunikation
  • vor dem Schlaf zu viele Blaulichtreize (Energiesparlampen, TV, PC, Smartphone, Tablet etc.)

  

Gesunder Schlaf braucht elementare Voraussetzungen 

Der wichtigste Raum ist aus biologischer Sicht der Schlafraum. Der wichtigste Platz ist der Schlafplatz. Und das wichtigste Möbelstück ist das Bett. Viele Matratzen und Schlafsysteme sind potentielle Schlafstörer. Wichtig ist es, ganzheitlich und schlafbiologisch relevante Schlaf-gesund-Lösungen zu suchen und zu nutzen. Auch die schlafbezogene Musikmedizin ist eine sehr gute, nebenwirkungsfreie Möglichkeit.

Daneben haben die Menschen viel zu viele Lichtreize an ihren Schlafplätzen (von außen durch die Fenster, Innenbeleuchtungen, Standby-Signale etc.). Die Schlafraumtemperatur ist in der Regel viel zu hoch –vor allem während der Heizperiode. Ideal wären 18 Grad Celsius am Schlafplatz

  

Zur Person:

Prof. Dr. med. h.c. Günther W. Amann-Jennson ist Leiter des Instituts für Schlafforschung und Bioenergetik in Frastanz und hat durch seine vielfältigen internationalen Ausbildungswege in Psychologie und Heilkunde große Fachkenntnisse rund um die ganzheitlichen Zusammenhänge von Körper, Seele und Geist erworben. Im Mittelpunkt steht dabei der bioenergetische Schlaf.

  

Quelle: Pressekonfrerenz „Musiktherapie gegen Schlafstörungen“ vom 15.3.2016

Kommentare

8 Apr 2016 19:31
Josef Hoza
8 Apr 2016 19:31

Ich kann die Angaben von Prof. Dr. med. h.c. Günther W. Amann-Jennson nur bestätigen. Als langjähriger Fachmann im Krankenhausbereich und nun als Betroffener der Krankheit Schlafapnoe weiß ich, wie wichtig erholsamer Schlaf ist. Als Leiter der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Österreich versuche ich, die Wertigkeit der Schlafmedizin zu verbessern, die nach meiner Meinung zu wenig beachtet wird. Ich wurde erst durch Sekundenschlaf auf der Autobahn auf meine Krankheit aufmerksam, zum Glück ohne Unfall. Josef Hoza Obmann der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Österreich www,schlafapnoe-shg.at