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Erfolge bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis

Erfolge bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis

Diese weltweit bisher einzigartige klinische Phase-3-Studie konnte große Erfolge in der Behandlung rheumatoider Arthritis verzeichnen. Der Wirkstoff Baricinib wird oral verabreicht und hemmt ein intrazelluläres Enzym, welches die eigentlichen zellulären Entzündungsreaktionen auslöst.

Die Studie lief über 24 Wochen und umfasste insgesamt 527 Teilnehmer. Es handelte sich um PatientInnen, die bereits erfolglos mit verschiedensten Methoden therapiert wurden. Die Probanden wurden in drei Gruppen aufgeteilt, von denen eine eine tägliche Dosis von 2 mg erhielt, eine 4 mg täglich und eine letzte Gruppe die mit Placebos versorgt wurde.

Urheber: hubis / 123RF

Bei jenen Probanden, die den Wirkstoff erhielten, stellten sich enorme Verbesserungen ihrer Beschwerden ein. So gingen die Schwellungen der Gelenke zurück und auch

die Schmerzen ließen stark nach. Auch zeigte sich, dass die Dosierung mit 4 mg noch bessere Ergebnisse erzielte, als jene mit 2 mg. Die Nebenwirkungen stellten sich ähnlich wie bei den üblichen Behandlungen dar. 

  

Beachtliche Erfolge und ein positiver Nebeneffekt

„Mit Baricitinib haben wir einen neuen Wirkstoff an der Hand, der selbst dann wirkt, wenn derzeit im Einsatz befindlichen Medikamente nicht ausreichen“, erklärt Studienautor Josef Smolen, Leiter der Universitätsklinik für Innere Medizin III der MedUni Wien im AKH Wien. „Trotz der langen Krankheitsdauer und Erfolglosigkeit einer Reihe anderer, auch neuerer Therapien, konnte bei fast 10 Prozent der PatientInnen nach sechs Monaten eine volle Remission, also ein heilungsähnlicher Zustand, erzielt werden, und bei fast der Hälfte ganz deutliche Verbesserungen der Krankheitssituation. Damit könnte in naher Zukunft ein neuer Wirkstoff, eine neue Basis für die Behandlung der rheumatoiden Arthritis verfügbar sein.“

„Das Medikament wird einmal täglich oral eingenommen und muss nicht wie andere Mittel mit einer Nadel intravenös oder unter die Haut verabreicht werden. Das ist für die Betroffenen wohl deutlich annehmlicher“, erklärte Smolen einen weiteren positiven Nebeneffekt.

  

Rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis ist eine überwiegend Frauen zwischen 40 und 70 Jahren betreffende chronische Autoimmunerkrankung. Sie führt zu Entzündungen in den Gelenken und in der Folge zu Schwellungen, Überwärmungen und einer Funktionseinschränkung. Unbehandelt führt das zu einer zunehmenden Zerstörung der Gelenke sowie des gelenknahen Knochens mit der Folge von Fehlstellungen, Verformungen und zunehmender permanenter Behinderung.

  

Quelle: APA-OTS, 31.03.2016

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