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Multiple Sklerose: Kognitives Training fördert die Hirnleistung bei MS

Multiple Sklerose: Kognitives Training fördert die Hirnleistung bei MS

Wissenschaftler der Universität Regensburg haben entdeckt, dass anspruchsvolle geistige Tätigkeiten die Symptome bei Multipler Sklerose lindern.




Laut "Frontiers in Neurology" konnte das Team um Robert Weißert diesen Effekt bei Personen unterschiedlicher Bildungsniveaus nachweisen. Konkret konnte in der Langzeitstudie anhand von 128 Patienten im Zeitraum von 2000 bis 2012 gezeigt werden, dass vergleichsweise geringe Bildung durch erhöhte physische und psychische Aktivität kompensiert werden kann.

Insgesamt kamen 27 neuropsychologische Testverfahren zum Einsatz.

Zudem wurden die Probanden zu ihrer Schul- und Weiterbildung, ihrem Beruf, ihren Alltagsaktivitäten, Hobbys und Leseaktivitäten befragt.

Die Untersuchung bestätigte nicht nur, dass sich geistige Tätigkeiten in Beruf und Alltag positiv auf den Erhalt von Hirnleistungen im Krankheitsverlauf auswirken. Sie legte auch dar, dass eine lange Schul- und Ausbildungszeit mit einem günstigeren Verlauf mit Blick auf die Krankheitssymptome bei MS verbunden waren.

Auf der anderen Seite wirkte sich eine hohe Aktivität in Beruf und Alltag bei Patienten mit kurzer Ausbildungszeit deutlicher auf den Erhalt der Hirnleistungen aus, als dieses bei den Personen der Fall war, die eine längere Ausbildungszeit durchlaufen hatten. Eine kürzere Ausbildungszeit kann demnach durch eine hohe sportliche Aktivität, häufiges Lesen und eine anspruchsvolle berufliche Tätigkeit ausgeglichen werden.


Quelle: APA. Frontiers in Neurology (Schluss) pat/mmb

Foto: samotrebizan / 123RF

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