Entspannungsübungen helfen bei Grünem Star
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Entspannungsübungen helfen bei Grünem Star

Entspannungsübungen helfen bei Grünem Star

Das kann den Augeninnendruck senken und die Durchblutung des Sehnervs verbessern

Menschen mit Grünem Star sollten immer wieder Entspannungsübungen wie autogenes Training, Hypnose oder Musiktherapie unter professioneller Anleitung machen. Das kann den Augeninnendruck senken und die Durchblutung des Sehnervs verbessern. Darauf weisen Mediziner der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) hin. Ein entsprechender Artikel ist in der "Der Ophthalmologe" erschienen.

Als bedeutendster Risikofaktor für ein Glaukom gilt bekanntlich ein erhöhter Augeninnendruck, der den Sehnerv schädigt und dessen Durchblutung stört. "Ähnlich wie bei Bluthochdruck kann auch Stress zu einem erhöhten Augeninnendruck beitragen", erklärt Norbert Pfeiffer von der Sektion DOG-Glaukom. Studien zufolge reagieren zwei Drittel aller Glaukom-Patienten tendenziell auch empfindlicher auf Stress als gesunde Menschen. Schon kurzfristig erhöhte Stresslevel treiben ihren Augeninnendruck in die Höhe. Das Fortschreiten der Erkrankung sorgt für zusätzlichen Anspannung.

Entspannungsmethoden können helfen, Stress und Ängste abzubauen und so auch den Augeninnendruck zu reduzieren. Autogenes Training beispielsweise senkte laut Studien den Augeninnendruck von Glaukom-Patienten um einige mmHg, mithilfe von Hypnose fiel der Augeninnendruck noch stärker. "Diese Methoden sind allerdings nicht für alle Patienten geeignet und nicht flächendeckend verfügbar", sagt Pfeiffer.

Augenärzte der Universität Marburg haben außerdem ein musiktherapeutisches Programm speziell für Glaukompatienten zusammengestellt. Eine Kombination aus Musik, Naturgeräuschen und gesprochenen Texten, die Entspannungsübungen aus dem autogenem Training anleiten. Untersuchungen zeigen, dass der Stressabbau nicht nur bei der Behandlung des Glaukoms hilft, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen verbessert. In keinem Fall könnten die Übungen aber die konventionelle ärztliche Therapie ersetzen, betont Pfeiffer.

 Quelle: Der Ophthalmologe (abstract)/APA

Bildquelle: pixabay

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