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Grippeimpfung: soll man sich impfen lassen?

Grippeimpfung: soll man sich impfen lassen?

Gerade in den Wintermonaten treten jährlich Influenzaviren auf, die sich meist in Grippewelle verwandeln. Dennoch fragt man sich jedes Jahr, ob die Grippeimpfung sinnvoll ist und welche Nachteile sie hat.


Vor allem im Winter treten neben den herkömmlichen Erkältungen (grippalen Infekten) auch Grippeerkrankungen (saisonale Influenza) auf. Gerade zu dieser Jahreszeit wird die Grippeimpfung empfohlen, die vor der saisonalen Influenza, nicht aber vor grippalen Infekten, also vor Erkältungen, schützt. Der volle Grippeschutz setzt etwa zwei Wochen nach der Impfung ein.

Da sich die Viren ständig verändern, sollte auch eine Neu-Impfung mit modifizierten Impfstoffen jährlich vorgenommen werden – im besten Fall vor Beginn der Grippewelle. Die saisonale Influenza wird durch Tröpfcheninfektion (Einatmen des Virus von Mensch zu Mensch bei Husten, Niesen oder Sprechen), durch direkten Kontakt (Händegeben, Küssen) oder durch Berühren von Mund, Nase oder Augen mit verunreinigten Händen übertragen. Mittels der Impfung wird der Organismus zur Antikörperproduktion angespornt. Somit können dann die körpereigenen Abwehrkräfte bei Kontakt mit den Viren schnell dagegen aktiviert werden.

Dieses Jahr führt der Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15) die jährliche Grippeaktion vom 3. Oktober bis 7. Dezember durch. Nähere Informationen zu den Impfstellen und Impfzeiten finden Sie hier. Abgesehen davon kann man sich auch von niedergelassenen Ärzten (auch später) impfen lassen.

Wer sollte geimpft werden?

Grundsätzlich kann ab dem siebenten Lebensmonat geimpft werden und somit ist die Grippeimpfung für jeden sinnvoll, der sich selbst schützen und seine Mitmenschen nicht anstecken will, weil die Impfung einen optimalen Schutz gegen die saisonale Influenza bietet oder zumindest einen weniger schweren Verlauf verspricht bzw. das Risiko von möglichen Komplikationen wesentlich senkt. Hundertprozentiger Schutz kann allerdings nicht garantiert werden, da sich in manchen Saisonen die Virustypen rasch verändern können.

Unbedingt empfehlenswert ist die Grippeimpfung für Risikogruppen wie: 

  • Kinder ab dem 7. Lebensmonat bis zu 4 Jahren
  • Menschen über 50 Jahren
  • Chronisch Kranke (Personen mit Herz- und Kreislauf- oder Lungenerkrankungen, Asthmatiker, Diabetiker, Personen mit chronischen Nierenerkrankungen, chronischen neurologischen Erkrankungen etc.)
  • Personen mit Immunschwäche
  • Stark übergewichtige Personen
  • Schwangere
  • Berufstätige mit erhöhter Infektionsgefahr (z.B. Gesundheitsberufe, Kindergarten- und Lehrpersonal)
  • Bewohner von Alters- und Pflegeheimen und deren Betreuungspersonen
  • Personengruppen, die mit vielen Menschen in Kontakt kommen

 

Gibt es Nebenwirkungen der Grippeimpfung?

Die Grippeimpfung wird in der Regel gut vertragen. Zu den Nebenwirkungen, die möglicherweise auftreten können, zählen Rötungen und Schwellungen an der Impfstelle sowie Abgeschlagenheit.

Gut zu wissen: da der Impfstoff Hühnereiweiß enthält, sollten Patienten mit Allergie gegen Eibestandteile nicht geimpft werden.

In der kommenden Grippesaison sind zwei Varianten des Influenzavirus-Typs A, einen Subtyp A/H1N1 und einen Subtyp A/H3N2, sowie ein Influenzavirus vom Typ B zu erwarten, wie der MA15 Gesundheitsdienst vor Kurzem bekannt gab. „Gegen die saisonale Influenza existieren wirksame und gut verträgliche Impfstoffe, welche gegen eine Infektion durch die erwarteten Virentypen schützen können“ heißt es noch in der Meldung des Gesundheitsdienstes.

Bildquelle: AOK-Mediendienst / Text: Simona Ganeva, Redaktion

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