1. European Congress for Homeopathy: Homöopathie eint Human- und Veterinärmedizin
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1. European Congress for Homeopathy: Homöopathie eint Human- und Veterinärmedizin

1. European Congress for Homeopathy: Homöopathie eint Human- und Veterinärmedizin

PK zum 1. Europäischen Homöopathie-Kongress am 16.11.2016, Wien. Unter dem Motto "Homöopathie – individualisierte Medizin für Patienten aller Altersgruppen" treffen sich die wichtigsten europäischen Experten in Wien, um aktuellste wissenschaftliche Erkenntnisse und Herausforderungen zu diskutieren.

Neue internationale Plattform -
Europäisches Komitee für Homöopathie (ECH)

"Ziel des ersten ECH-Kongresses ist es, den besten Experten in den vielfältigen Bereichen der homöopathischen Forschung eine internationale Plattform zu bieten, die praktische und wissenschaftliche Evidenz in der Homöopathie sichtbar zu machen, und einen Austausch zwischen Vertretern der Politik, der Human- und Veterinärmedizin, der Patientenvereinigungen und der Pharmazie anzuregen, um voneinander zu lernen und damit neue Impulse zu setzen", so Dr. Thomas Peinbauer (AT), Präsident des ECH und als Allgemeinmediziner und Homöopath in Linz tätig. "Dabei soll insbesondere die wichtige Rolle und Sicht der Patienten beleuchtet werden". Das Europäische Komitee für Homöopathie (ECH) wurde von der internationalen Vereinigung für veterinärmedizinische Homöopathie (IAVH) und der Europäischen Föderation der homöopathischen Patientenverbände (EFHPA) ins Leben gerufen.

Wie steht die WHO zur Homöopathie?

Peter Fisher (UK), Leibarzt von Königin Elizabeth II, Klinischer Leiter und Forschungsleiter im Royal London Hospital sowie Mitglied des WHO-Expertenpanels für traditionelle und komplementäre Medizin, sprach über die WHO-Strategie für traditionelle Medizin, die eine entscheidende Möglichkeit bietet, amtliche und Fördereinrichtungen zu ermutigen, die Homöopathie ins Gesundheitswesen zu integrieren.

Zusammenarbeit von Human- und Veterinärmedizinern in der Homöopathie

Edward de Beukelaer (UK), Präsident der IAVH (Internationale Vereinigung für Veterinärhomöopathie) beschrieb, dass Human- und Tiermediziner die Kunst der Homöopathie traditionell gemeinsam erlernen. Diese Zusammenarbeit war schon immer für beide Gruppen vorteilhaft, denn die Wirksamkeit der Homöopathie wird durch die homöopathische Behandlung von Tieren bewiesen.

Darüber hinaus arbeiten Veterinär- und Humanmedizin gemeinsam in Richtung einer Verringerung von Antibiotikaverschreibungen. Die Reduzierung des Einsatzes von Antibiotika spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen - ein zusätzliches Argument für die EU, um die Stellung der Homöopathie in der Medizin generell zu überdenken.

Homöopathie aus wissenschaftlicher und skeptischer Sicht

Robert G. Hahn (SE), Forschungsleiter im Södertälje Hospital in Schweden und Professor für Anästhesie & Intensivpflege, kritisiert in seinen Studien, dass einige Meta-Analysen über die Homöopathie zu negativen Ergebnissen kommen, die aber nicht repräsentativ sind. Er argumentiert, dass Skeptiker generell dazu tendieren, die wissenschaftlichen Beweise über die Wirksamkeit von Homöopathie zu verzerren, anstatt offen zuzugeben, dass ihr eigentliches Problem die noch fehlende biologische Nachweisbarkeit ist.

 

Die Bedeutung von Patienteninitiativen für die Homöopathie

Enid Segall (UK), Präsidentin der European Federation of Homeopathic Patients' Associations (EFHPA), betont die Bedeutung von Patientenvereinigungen. Diese können die Verantwortlichen im Gesundheitssystem vom hohen Nutzen homöopathischer Behandlungen überzeugen sowie Aufklärungsarbeit darüber leisten, wie die Homöopathie zur besseren Gesundheit aller beitragen kann. Auch den Patientenrechten und dem Recht die Behandlung frei zu wählen, schreibt sie besondere Bedeutung zu. Daher würde sie es begrüßen, wenn es in jedem EU-Mitgliedstaat mindestens eine Patientenselbsthilfegruppe für Homöopathie gäbe.

Europäische Norm EN 16872 „Dienstleistungen von Ärzten mit Zusatzqualifikation in Homöopathie - Anforderungen an die Gesundheitsversorgung durch Ärzte mit Zusatzqualifikation in Homöopathie“ (seit 15. November 2016 auch ÖNORM)

Annette Altenpohl (AT), Committee Manager im Institut Austrian Standards, referierte über die Europäische Norm, die Mindeststandards für die Qualität der homöopathischen Versorgung festlegt und dabei hohe Standards in der Ausbildung, Lehre und Praxis der Homöopathie sicherstellt. So bietet sie eine gemeinsame Terminologie und Definitionen für Homöopathie in Europa, zusammen mit Mindestanforderungen für die behandelnden Ärzte und die Homöopathie-Ausbildung. Die Norm zielt auf die europaweite Harmonisierung der beruflichen Qualifikationen von Medizinern und die Integration einer qualitativ hochwertigen Homöopathie in die europäische Gesundheitsversorgung ab.

Der 1. Europäische Homöopathie-Kongress findet vom 17. - 19.11.2016 im Imperial Riding School Renaissance Vienna Hotel statt.

Weitere Informationen unter: www.homeopathycongress.eu

Quelle & Fotocredits: Hennrich.PR – Agentur für Gesundheit & Kommunikation

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