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Hypoganadismus – von den Symptomen bis zur Therapie

Hypoganadismus – von den Symptomen bis zur Therapie

Wer denkt schon bei männlichen Patienten, die über depressive Verstimmung, Lust- und Antriebslosigkeit oder Müdigkeit klagen, an einen möglichen Mangel des männlichen Sexualhormons Testosteron.

Männlicher Hypogonadismus wird als ein durch Androgenmangel verursachtes klinisches Syndrom definiert, welches verschiedene Organfunktionen und die Lebensqualität negativ beeinflussen kann. Bei Männern mittleren Alters beträgt die Inzidenz sechs Prozent. Bei älteren und adipösen Männern ist die Inzidenz höher.

Die Ursachen des Hypogonadismus sind das Versagen des testosteronproduzierenden Hodengewebes  oder eine Störung einer oder mehrerer Ebenen der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse.

Nach klinischer und laborchemischer Abklärung besteht die Therapie entweder in einer Änderung des Lebensstils und/oder einer exogenen Zufuhr des Testosterons (Hormonersatztherapie) in Form von Gelen, Kapseln oder öligen Flüssigkeiten zur intramuskulären Applikation.

Die Hormonersatztherapie (HRT) hat positive Effekte auf die Körperzusammensetzung (Muskulatur, Bauchfett, Knochendichte), verbessert die sexuelle Funktion und psychische Situation des Manns, wirkt dem (androgen-) metabolisches Syndrom und dem Diabetes mellitus Typ II entgegen und verringert das kardiovaskuläre Risiko. Es gibt keine statistische Assoziation zwischen einem erhöhten Prostatakarzinomrisiko bzw. dem malignen Potential  und der HRT.

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