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Beidseitige Rekurrensparese – ist das Tracheostoma vermeidbar?

Beidseitige Rekurrensparese – ist das Tracheostoma vermeidbar?

Die Einführung des CO2-Lasers in die endolaryngeale Mikrochirurgie hat zur

Entwicklung spezifischer Techniken für die Stimmritzenerweiterung bei beidseitiger Rekurrensparese geführt.

Die Resektion des Processus vocalis des Aryknorpels eignet sich als laserspezifischer Minimaleingriff besonders für nicht tracheotomierte Patienten mit behandlungsbedürftiger Dyspnoe und guter Stimmqualität.

Nach den vorliegenden Ergebnissen an etwa 200 Patienten im Zeitraum von mehr als 20 Jahren führt dieses phonochirurgisch orientierte Vorgehen zu einer signifikanten Verbesserung der Atemtraktswiderstände bei weitgehender Erhaltung der Larynxstrukturen sowie der Stimmqualität. Als laserchirurgischer Minimaleingriff kann die Processus vocalis-Resektion in der Mehrzahl eingreifendere chirurgische Maßnahmen (Tracheotomie) ersetzen.

Die endolaryngeale Glottiserweiterung in Form der Processus vocalis –Resektion, jeweils der individuellen Anatomie angepasst, kann sowohl gezielt vor chirurgischen Rezidiveingriffen an der Schilddrüse und/oder Trachea als auch bei beidseitigen Rekurrensparesen im Erfolg eingesetzt werden.

Literatur:

Bigenzahn W, Höfler H: Mikrolaryngeale Laserchirurgie: Glottiserweiterung bei beidseitiger Stimmlippenlähmung. Acta Chirurgica Austriaca,  1995, Volume 27, Issue 4,            211-213

Bigenzahn W, Hoefler H: Minimally invasive laser surgery for the treatment of bilateral vocal cord paralysis. Laryngoscope 1996, 106(6):791-793

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