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Akne - Ursachen, Tipps und Tricks gegen unreine Haut

Akne - Ursachen, Tipps und Tricks gegen unreine Haut

Akne ist eine häufige, polyätiologische Erkrankung der talgdrüsenfollikelreichen Hautregionen. Sie ist durch übermäßige Talgproduktion und gleichzeitiger Verhornungsstörung der Haarfollikel gekennzeichnet, wodurch sich Talgdrüsen mit der Masse aus Fett, Hornzellen, weißen Blutkörperchen und Bakterien aufblähen und Mitesser bilden. Wenn sich die Mitesser im weiteren Verlauf entzünden, entwickeln sich Papeln oder Pusteln; in schweren Fällen können auch tiefe, stark entzündliche Knoten, oder seltener, sogar Fistelgänge entstehen.

Was ist der Unterschied zwischen Akne, Pickel und Mitesser aus der Sicht der Hautmediziner?

Pickel und Mitesser sind die Leitsymptome von Akne und damit untrennbar verbunden. Per definitionem spricht man bereits bei einigen, wenigen Mitessern von Akne, auch wenn Akne bei sehr milder Ausprägung selten als solche von den Betroffenen wahrgenommen wird.

Den einen oder anderen Mitesser kann man sicherlich alleine entfernen. Dies sollte fachgerecht mit Hilfe von Kosmetiktüchern erfolgen, damit keine Narben zurückbleiben. Sollten sich jedoch Mitessser durch leichten Druck nicht öffnen lassen, besteht die Gefahr, dass bei weiterer Manipulation Talg und Bakterien in die umgebenden Hautschichten gelangen und zu stärkerer Entzündung führen. In diesem Fall und auch bei stärkerer Ausprägung der Hautveränderungen, sollte fachspezifische Hilfe eingeholt werden. So können zum Beispiel durch Bedampfen oder Auftragen von Säuren, Mitesser sanft und sicher entfernt werden.

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Unreine Haut – inwieweit spielt die Ernährung und der Lebensstil eine Rolle?

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei Akne um eine polyätiologische Erkrankung, bei deren Entstehung genetische, hormonelle und psychische Faktoren, aber auch Fehlernährung und ein falscher Lifestyle eine Rolle spielen.

So ist zum Beispiel erwiesen, dass Rauchen und Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index (Nahrungsmittel mit hohem Zucker bzw. Kohlenhydratanteil), aber auch Kuhmilch bzw. Kuhmilchprodukte, einschließlich Proteinshakes und Eiweißpräparate, die Akne-Entstehung fördern.

Wie wird Akne behandelt?

Ziel ist es, die Mikromitesserbildung als Vorläufer entzündlicher und nicht-entzündlicher Hautveränderungen bei Akne zu unterdrücken. Eine gründliche Reinigung der Haut, und bei Frauen darüberhinaus, konsequentes Abschminken, sind die Grundlage jeder Aknetherapie. Weiterführend gehören äußere Therapien mit Schälwirkung zum Standard. Dabei werden Mitesser abgetragen und Verhornungen über den Talgdrüsen gelöst, sodass der Talg wieder besser abfließen kann. Dazu bedient man sich beispielsweise Enzympeelings, Salicyl-, Vitamin A- oder Azealinsäuren oder auch Benzoylperoxid. Aufgrund zunehmender Resistenzentwicklungen der Aknebakterien sollten lokale Antibiotika eher nicht und wenn, nur bei spezieller Indikation kurzfristig angewendet werden. Alternativ bewirkt eine Bestrahlung mit Blau- oder Blau-Rot-Licht eine Zerstörung der Aknebakterien. Wenn das Hautbild extreme Formen zeigt, ist eine innerliche Hormontherapie (Frauen) oder eine Antibiotikatherapie (Frauen und Männer) sinnvoll – jedoch nur in Kombination mit einer geeigneten Lokaltherapie. Gute Ergebnisse zeigen sich auch, wenn Vitamin A- Säure Tabletten als Kuranwendung über mehrere Monate eingenommen werden. Hier gibt es gute Chancen, dass Akne ausheilen kann. Eine Erhaltungstherapie mit äußerlichen Vitamin-A-Säuren zur Rezidivprophylaxe kann generell empfohlen werden.

Wie lange dauert die Akne Therapie?

Die Dauer der Therapie richtet sich nach dem Verlauf der Erkrankung; der Verlauf der Erkrankung hängt wiederum von der Ausprägung und der Form der Hauterkrankung ab. Selbst kann man zu einer rascheren Ausheilung beitragen, indem man die Haut täglich gründlich reinigt sowie Nahrungsmittel meidet und Lifestylefaktorn ausschaltet, die zur Verschlechterung der Akne führen können. Gemeinsam mit kosmetischen und medizinischen Anwendungen kommt man damit schnellstmöglich zum Ziel. Durchhaltevermögen und konsequentes Befolgen des Therapieplanes sind jedenfalls die Grundlage jeder erfolgreichen Behandlung.

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