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PUBLIC HEALTH GENETICS

PUBLIC HEALTH GENETICS

Die Public Health Praxis kann die molekulargenetischen Entwicklungen nicht länger ignorieren, daher sollen nun mittels interdisziplinären und systematischen Ansätzen die neuen Herausforderungen benannt werden. Diese entsprechende Integration des genombasierenden Wissens wird als Public Health Genomics (PHG) bezeichnet.
Aus historischen Gründen war das Verhältnis von Public Health und der Humangenetik bei uns durch entsprechendes Misstrauen und Angst geprägt (Paul 2002). Im deutschsprachigen Raum ist eine wörtliche Übersetzung des ursprünglich aus dem angloamerikanischen Sprachraum kommenden Wortes Public Health „Volksgesundheit“ nicht tragbar. Zusammen mit Genetik weckt dies stets die Furcht des Rückfalls in die staatliche Eugenik, wie sie in Zeiten des Nationalsozialismus betrieben wurde. Dies ist eine der Folgen warum es zu keiner Übersetzung ins Deutsche des mittlerweile international eingeführten Begriffes „Public Health Genetics“ kommt.
Nach einer Definition der Kooperationsgruppe „Public Health Genetics“ des Zentrums für Interdisziplinäre Forschung in Deutschland bezeichnet Public Health Genetics die Integration genetischer Erkenntnisse in die Zielorientierung von Public Health. Es sollen dabei die Fragen beantwortet werden, wie die molekulare Medizin konkret zu einer effektiveren und effizienteren Gesundheitsversorgung beitragen und wie gegenwärtig eine Verbesserung des Gesundheitssystems erzielt werden kann (Brand 2007a, S. 11f).

Der vollständige Seminararbeit zu diesem Thema steht als pdf zur Verfügung.

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