Vortragsvorstellung: Mythen, Täuschungen & andere Irrtümer
Vortragsvorstellung: Mythen, Täuschungen & andere Irrtümer
Vortragsvorstellung: Mythen, Täuschungen & andere Irrtümer
14.12.16
Health Consulting Alexander Riegler
Health Consulting Alexander Riegler
Unternehmen
Vortragsvorstellung: Mythen, Täuschungen & andere Irrtümer

Vortragsvorstellung: Mythen, Täuschungen & andere Irrtümer

Vorstellung eines beliebten Vortragsthemas - Mythen, Täuschungen & andere Irrtümer. Was steckt dahinter? Wem können wir heute noch vertrauen? Es erwarten Sie viele AHA-Erlebnisse.

Heute leben wir in einem Informationszeitalter und ständig werden wir mit einer Vielzahl von Empfehlungen und Warnungen konfrontiert. Verschiedene Fähigkeiten sind notwendig, um zeitgerecht die für uns richtigen Entscheidungen treffen zu können. Besonders wichtig wird es dann, wenn diese einen Einfluss auf unsere Gesundheit haben.

Der HLS-EU (2012) hat gezeigt, dass rund 50 Prozent, also jeder zweite Österreicher, über eine geringe Gesundheitskompetenz (Health Literacy) verfügen und somit Probleme damit haben, die eigene Gesundheit richtig zu managen. Im Vergleich dazu sind es in Amerika 9 von 10 Personen. Healthy People (2010) definiert Gesundheitskompetenz "als die Fähigkeit des Einzelnen, selbständig grundlegende Gesundheitsinformationen zu finden, zu verarbeiten und zu verstehen und Gesundheitsdienstleistungen zu verwenden, um angemessene gesundheitsrelevante Entscheidungen treffen zu können". Die individuelle Gesundheitskompetenz einer Person ist somit ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht, die gesundheitsrelevanten Fragestellungen des täglichen Lebens zu meistern. Das umfasst beispielsweise in der Praxis die Fähigkeit, ein verordnetes Medikament zum richtigen Zeitpunkt in der vorgegebenen Dosierung anzuwenden oder auf Empfehlungen zu reagieren. Nicht überraschend ist, dass diese Thematik von Seiten der Gesundheitsexperten als eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts eingestuft werden.

Dieser Vortrag greift diese Thematik auf und setzt neben einer ersten Sensibilisierung zusätzlich auf das kritische Hinterfragen von Informationsangeboten und Empfehlungen.

Wissen, dass wir uns in der Schule oder im Elternhaus angeeignet haben, kann aufgrund von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen möglicherweise überholt sein. Oft sind es sogar Mythen, die sich in unseren Köpfen und in der Gesellschaft festgesetzt haben. Wem wurde nicht erzählt, dass das Lesen bei schlechtem Licht die Augen schädigt oder wer kennt nicht die Geschichte, dass der Mensch beispielsweise nur einen geringen Teil seines Gehirns nützt? Diese und ähnliche Mythen werden wir gemeinsam entlarven.

Falsche Interpretationen der vorhandenen Datenlage, absichtlich oder unabsichtlich, können aber dazu führen, dass eine Hysterie unter den Betroffenen ausbricht. Hier wird vor allem die journalistische Tätigkeit in die Pflicht genommen und anhand von Beispielen gezeigt, welche Auswirkungen eine schlechte Recherchearbeit bzw. die Gier nach Schlagzeilen haben kann.

Im Gesundheitsbereich werden die Bürger immer wieder zu Vorsorgeuntersuchungen eingeladen. Werden alle relevanten Details zum Nutzen und möglichen Schaden in verständlicher Form kommuniziert? Bei der Darstellung des Nutzens kommt es immer wieder zu Verzerrungen (Bias). Was ist beispielsweise der Lead-Time-Bias und warum ist dieser für jeden von uns von Relevanz?

Nicht selten kommt es vor, dass wir uns mit gesundheitlichen Problemen in einem Forum mit anderen austauschen. Können wir uns aber auf die Gemeinschaft, die sogenannte Community, immer verlassen? Wie sieht es beispielsweise bei Produktempfehlungen oder Arztbewertungen durch vermeintliche Nutzer aus?

Das Internet mit all seinen digitalen Errungenschaften wird immer mehr dazu genützt, nach Problemlösungen zu suchen und vielfach nehmen uns die technischen Möglichkeiten auch Entscheidungen ab. Sind diese Helferlein wirklich vertrauenswürdig? Kann mir ein Fitness-Tracker dabei helfen, mein Gewicht zu reduzieren?

Am Ende des Vortrages sind die Zuhörer mit dem Begriff „Gesundheitskompetenz“ vertraut und haben zusätzlich einen wichtigen Teilaspekt – das kritische Hinterfragen von (Informations-) Angeboten verinnerlicht. Daraus ergeben sich nicht nur berufliche, sondern auch private Vorteile mit Nachhaltigkeitscharakter.

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