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Frühdiagnostik und Therapie beim hellen Hautkrebs

Frühdiagnostik und Therapie beim hellen Hautkrebs

Frühdiagnostik:

Bei der Früherkennung von Hautkrebs ist das wichtigste Kriterium ein rasches Wachstum, jeder Knoten (ob schwarz, rot, hautfärbig oder weiß), der ab dem 50igsten Lebensjahr rasch wächst gehört sofort von einem Dermatologen untersucht. Form und Farbe ist eher zweitrangig. Auch raue Flecken auf den Sonnenterrassen (Gesicht, Nasenrücken, Ohrrücken, unbehaarte Kopfhaut, Handrücken) müssen untersucht werden.

Viele Patienten sind sich der Gefahr des hellen Hautkrebses gar nicht bewusst. Rote oder weiße Flecken, bei älteren Patienten, können eine Form des Hautkrebses sein. Es ist sehr wichtig, dass diese Information weitergegeben wird.

Laut Schätzungen leiden in Deutschland zehn Millionen Menschen an aktinischen Keratosen, einer Form des frühen hellen Hautkrebses. Die Frühdiagnostik ist gerade bei den Patienten, die das höchste Risiko haben, sehr gering, weil diese oftmals keinen Arzt aufsuchen. Insbesondere Männer über 50, die keine Muttermale haben, kommen sehr selten zu Screening-Programmen, wie beispielsweise zum Melanom-Tag. In der gleichen Regelmäßigkeit wie ältere Männer zum Prostata-Screening gehen, sollten sie auch einen Dermatologen aufsuchen. Wenn Patienten früher zu Kontrolluntersuchungen kommen würden, könnte eine bessere Heilung erzielt werden.

 

Wie wird die richtige Therapie bestimmt?

Wenn ein dringender Verdacht auf bereits invasive Karzinome besteht, ist die Therapie der Wahl die Chirurgie, dass bedeutet der Tumor wird operativ entfernt. Handelt es sich jedoch um sehr frūhe Formen von Hautkrebs, wie zum Beispiel aktinische Keratosen oder oberflächliche Basalzellkarzinome, können auch nicht chirurgische Therapien empfohlen werden. Dabei  werden folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Art und Ausdehnung der Erkrankung
  • klinisches Erscheinungsbild
  • Komorbiditäten (Begleiterkrankungen)
  • Mobilität des Patienten (kann die Therapie zu Hause durchführt werden)
  • Lokalisation
  • Therapieschema

Strahlen und Kältetherapie:

Strahlentherapie wird angewandt, wenn man nicht mehr operieren kann. Es ist eine Zweitlinientherapie bei fortgeschrittenen Formen des Hautkrebses (vor allem beim Plattenepithelkarzinom und Basalzellkarzinom). Bei dieser Therapie gibt es sehr gute kosmetische Ergebnisse und Ansprechraten. Sollte die Strahlentherapie nicht möglich sein, gibt es vielversprechende Systemtherapien.

Die Kältetherapie ist eher für die frühen Formen des Hautkrebses (Basalzellkarzinome oder aktinische Keratosen) gedacht. Nach jeder Therapie mit Kälte sollte eine Nachbehandlung mit Cremen erfolgen. Heute geht man davon weg nur einzelne Läsionen zu behandeln, es wird das gesamte Feld mittels Cremen oder mit der photodynamischen Therapie behandelt.

 

Dieser Artikel wurde mit Untersützung von Key Account Managerin Birgit Lopez, BSc erstellt.
Bildquelle: @wavebreakmediamicro / 123RF

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