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Tumorsuppressor hilft bei Krebstherapie auf neuem Weg

Tumorsuppressor hilft bei Krebstherapie auf neuem Weg

Einen neuen Aktivierungsmechanismus des Tumorsuppressors p53 haben Wissenschaftler an der Medizinischen Universität Innsbruck entdeckt. Dieser fungiert in gesunden Zellen als Bremse, die Zellen vor unkontrolliertem Wachstum nach defekter Zellteilung oder nach DNA-Schädigung schützt. Dies soll von Nutzen für innovative Krebstherapien sein, berichten die Forscher in "Genes and Developement".

Das Team um Andreas Villunger konzentrierte sich in ihrer Studie auf jene Mechanismen, die zur Aktivierung des Tumorsuppressors nach fehlerhafter Zellteilung führen. Mittels biochemischer als auch zellbiologischer Verfahren gelang es nachzuweisen, dass das eiweißspaltende Enzym Caspase-2 das onkogene Substrat MDM2 spaltet und somit dessen Funktion als Negativregulator von p53 aushebelt.

"Das Protein p53 wird auf diese Weise stabilisiert und kann dadurch selektiv seine wachstumshemmende Wirkung entfalten", erklärt Erstautor Luca Fava.

Mit der Beschreibung dieses Mechanismus der p53-Aktivierung könnten die Wissenschaftler einen potenziellen Ansatz für die Entwicklung innovativer Krebstherapien liefern. Letztendlich soll es gelingen, den Transkriptionsfaktor p53 gezielt pharmakologisch in Tumorzellen, die diesen noch nicht verloren haben, aktivieren zu können.

Quelle: Genes and Developement/APA

Bildquelle: APA (Symbolbild/Hochmuth)

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