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Reflux oder Sodbrennen

Reflux oder Sodbrennen

Nach einem guten Essen oder scheinbar aus dem heiteren Himmel heraus, ist da mit einem Mal dieses unangenehme Gefühl im oberen Bauchbereich. Die innere Medizin & die Diätologie helfen rasch das schmerzhafte Brennen im Bauch zu lindern.


Wann kommt es  zum Sodbrennen ? ( Reflux)

Unangenehmes Brennen nach dem Essen? Das sogenannte Sodbrennen –– ist meist auf eine vermehrte Säureproduktion durch komplexe Faktoren wie etwa falsche Ernährung, Medikamente, aber auch Stress zurückzuführen.

Das Sodbrennen tritt meist unmittelbar nach dem Essen auf und fühlt sich als ein unangenehmes Brennen an, wobei es sich an unterschiedlichen Stellen manifestieren kann – beispielsweise im Oberbauch oder hinter dem Brustbein, aber auch im Rachen bzw. im Mundraum. Darüber hinaus kann es im Rahmen einer Refluxerkrankung zu weiteren Symptomen wie etwa Schluckbeschwerden bzw. Schleimbildung beim Schlucken, Räuspern, Reizhusten sowie auch Heiserkeit – all das sind Zeichen von zu viel Magensäure, die aufsteigt.

Welches Essen kann Beschwerden verursachen?

Viele verschiedene Gerichte können Sodbrennen auslösen – von allen scharfen Speisen, pfeffrigen Gerichten, mit Knoblauch oder mit Zwiebel gewürzten Speisen, paprizierten Gerichten, über Hülsenfrüchte, Bohnengerichte, bis zu kohlensäurehaltigen Getränken – eine Unzahl von Lebensmitteln kann Menschen, die an Sodbrennen leiden, zusätzliche Beschwerden verursachen.

Wie schaut eine Diätberatung bei Refluxerkrankten aus?

Damit eine Diätberatung hilfreich und sinnvoll ist, ist es wichtig zunächst zu ermitteln, ob und warum zu viel Magensäure produziert wird sowie ob und welche Medikamente dem Patienten bzw. der Patientin verordnet worden sind. Dabei ist die interdisziplinäre Arbeit mit InternistInnen ein wesentlicher Faktor um raschest und bestmöglichst ein individuelles Diätprogramm zu erstellen. Die Diätberatung bei einer Refluxkrankheit gestaltet sich je nach individueller Verträglichkeit einzelner Lebensmittel bzw. im Try and error-Prinzip anhand eines dreistufigen Maßnahmenkataloges.  Hierfür sollten nach einem Erstgespräch, bei welchem Ernährungs- sowie Beschwerdeprotokoll erstellt werden, symptomauslösende Nahrungsfaktoren identifiziert werden, um diese dann eine Zeit lang wegzulassen. Dabei ist auch zu überprüfen, in welcher Lebenssituation sich der jeweilige Patient befindet, weil auch negative Emotionen und Stress Sodbrennen auslösen bzw. verschlimmern können. Darüber hinaus kann sogar die Schlafposition eine Rolle spielen, wobei man sich bei Sodbrennen am besten auf die linke Schlafseite legen sollte, weil der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre in dieser Position erschwert wird, was Sodbrennen hemmt. Schließlich wird nicht nur die Ernährung, sondern auch der Lebensstil für die Refluxkrankheit verantwortlich gemacht.

Wie kann man medikamentös das Säureproblem behandeln?

Es gibt drei verschiedene Medikamente, mit denen man das Sodbrennen behandeln kann – erstens Antazida, welche die Magensäure neutralisieren können; zweitens Rezeptorblocker, welche die Ausschüttung von größeren Mengen Magensaft hindern; und drittens – Protonenpumpenhemmer, welche die Bildung von Magensaft eindämmen. Neben der medikamentösen Behandlung steht bei der Therapie von Sodbrennen eine gezielte, richtige Ernährung im Vordergrund, wodurch man das Problem schnell aus dem Weg schaffen kann.

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