Basedow-Krankheit

Basedow-Krankheit oder Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Autoantikörper (Abwehr gegen körpereigene Zellen) gegen den TSH-Rezeptor der Schilddrüse gebildet werden, wodurch diese vermehrt Jod aufnimmt und die Schilddrüsenhormone im Überschuss produziert. Man spricht dann von einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Aufgrund des großen Einflusses der Schülddrüsenhormone T3 und T4 auf den gesamten Hormonhaushalt, resultieren eine Vielzahl von Symptomen. Zu den häufigsten zählen: Kropf (Struma), vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose), Bluthochdruck (Hypertonie), Zyklusunrägelmäßigkeiten, und hervorstehende Augen (Exophthalmus). Genaue Ursachen sind noch nicht erforscht, neben einer genetischen Veranlagung spielen aber auch Stress, Umwelteinflüsse und hormonelle Dysbalancen eine große Rolle. Therapiert wird die Basedow-Krankheit mit Thyreostatika (Medikamente zur Drosselung der Schilddrüsenüberfunktion) sowie Jodkarenz (Vermeiden von Jodzufuhr über die Nahrung). Bei ausgeprägter Struma steht eine chirurgische Sanierung zur Option.
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