Blutkreislauf & Mikrozirkulation - Video
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Priv.-Doz. Dr. Reinhard Bernd Raggam
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Arzt
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In diesem Interview sprechen wir mit Priv.-Doz. Dr.med. univ. Reinhard Raggam über den Blutkreislauf und wie sich eine gestörte Mikrozirkulation auf den menschlichen Körper auswirkt.

Der Blutkreislauf stellt die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff sicher. Das mit Sauerstoff angereicherte Blut wird abhängig von der Herzleistung durch den Körper gepumpt. Die Organe und Muskeln werden mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Neben der Pumpleistung des Herzens braucht es intakte Blutgefäße. Sie müssen elastisch und bis in die kleinsten Gefäße frei von Verkalkungen sein. Verkalken die Gefäße kann es zu einer Minderversorgung der Endorgane mit Sauerstoff kommen. Muskelkrämpfe, Schädigung der Nerven und dergleichen treten auf.

Die Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist eine Erkrankung der Gefäße der Extremitäten. Die Gefäße sind verkalkt und können weniger Blut fördern. Nach mehr oder weniger langen Gehstrecken muss der Patient eine Pause einlegen, da die Beinmuskulatur schmerzt. Die Schmerzen treten auf, weil die Muskulatur nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Nach einer Pause kann der Spaziergang fortgesetzt werden. Deshalb wird es auch umgangssprachlich die „Schaufensterkrankheit“ genannt.

Es gibt nun mehrere Therapieoptionen: Das Gehtraining ist wohl eins der wichtigsten. Durch das Gehen und „In-Bewegung-bleiben“ bilden sich Gefäß-Nebenstraßen aus, die die Versorgungssituation verbessern. Zusätzlich ist oft eine Intervention mittels Katheter nötig. Dabei wird das Gefäß aufgedehnt und eventuell noch ein Stent eingesetzt. Der Patient kann bei dieser Krankheit selber sehr viel positiv beeinflussen. Risikoreiche Lifestylefaktoren, wie Rauchen und wenig Bewegung sollten vermieden werden. Außerdem ist eine medikamentöse Therapie zur Hemmung der Blutplättchenverklumpung empfohlen.

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