Endometriose: Schwangerschaftsmolekül könnte Symptome mildern
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Endometriose: Schwangerschaftsmolekül könnte Symptome mildern

Endometriose: Schwangerschaftsmolekül könnte Symptome mildern

Hoffnung auf neue Behandlungsmöglichkeiten

Forscher des Inselspitals Bern haben zusammen mit Kollegen entdeckt, wie man Beschwerden bei Endometriose lindern könnte. Die chronische und schmerzhafte Krankheit trifft rund jede zehnte Frau.

Oft werden die Schmerzen als "normale Menstruationsbeschwerden" abgetan: Rund jede zehnte Frau leidet an Endometriose, einer chronischen Krankheit, bei der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle im Bauchraum vorkommt und den monatlichen Zyklus mit vollzieht. Damit verbunden sind Entzündungen im Bauchraum, die Schmerzen auslösen.
Die Schweizer Wissenschafter haben herausgefunden, warum sich die Symptome während einer Schwangerschaft bessern. Die Erkenntnisse lassen auf eine neue Behandlungsmöglichkeit hoffen, teilte das Spital mit. Bisher wird Endometriose durch Operation und mit Hormonen behandelt. Forscher suchen jedoch nach alternativen Medikamente gegen die Entzündungen, ohne in den Hormonhaushalt der Frau einzugreifen.
Ein vielversprechender Kandidat ist demnach das Molekül "PreImplantation Factor" (PIF), das der Embryo produziert. Dieses lindert die Entzündungsherde, wie die Wissenschafter unlängst im Fachblatt "PLOS One" berichteten.

Weil PIF mit wichtigen Entzündungszellen interagiert, könnten wir damit erstmals die Entzündungsreaktionen der Endometriose beeinflussen,

erklärte Studienautor Martin Müller vom Inselspital gemäß der Mitteilung.

Je nach Umfeld beeinflusst PIF nicht nur die Entzündungsreaktion, sondern bringt auch Endometriosezellen zum Absterben. Entdeckt und klassifiziert hat das Molekül Eytan Barnea.

Nach dieser Entdeckung wollen die Berner Forscher nun prüfen, ob eine klinische Studie mit synthetisch hergestelltem PIF gegen Endometriose möglich wäre. In den USA wurde es bereits erfolgreich in einer ersten klinischen Studie gegen Autoimmunhepatitis getestet, hieß es in der Aussendung des Spitals.

Quelle: APA / sda

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