Welttuberkulosetag: Große Fortschritte aber immer noch Gefahr in Europa
24.03.16
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Welttuberkulosetag: Große Fortschritte aber immer noch Gefahr in Europa

Welttuberkulosetag: Große Fortschritte aber immer noch Gefahr in Europa

Heute, am 24. März, ist Welttuberkulosetag und das Thema sehr aktuell. Denn laut Weltgesundheitsbehörde WHO ist rund ein Drittel der Weltbevölkerung mit dem Tuberkulose-Erreger infiziert, etwa 1,5 Millionen Menschen sterben jährlich an der bakteriellen Erkrankung

 

In der Europäischen Union werden im Vergleich zu anderen Regionen weltweit zwar die wenigsten TBC-Fälle verzeichnet, jedoch dürften viele Fälle der meldepflichtigen Erkrankung unbemerkt bleiben und auch neue, extrem resistente Erreger könnten in Zukunft ein neues Problem darstellen.

 

Risiko für Österreich?

Das Erkrankungsrisiko steigt, je schlechter die Ernährung und die hygienischen Verhältnisse sind und je mehr Menschen auf engem Raum zusammen leben. Die immer wieder von verschiedenen Stellen geäußerten Befürchtungen, dass sich durch die verstärkte Migration und die Flüchtlingsströme die Tuberkulose in Österreich weiter ausbreiten konnte, konnte nicht bestätigt werden. Es kam sogar zu einem geringfügigen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.

Durch die raschen Diagnosen und erfolgreichen Therapien konnte in Österreich in den vergangenen 18 Jahren ein genereller Rückgang von Tuberkulose-Fällen beobachtet werden. Waren es 1997 noch 1480 Meldungen pro Jahr, gab es 2015 nur noch 579 gemeldete Erkrankungen. (Quelle APA)

Dennoch geben immer resistentere Erreger Anlass zur Sorge. Viele Patienten sprechen auf die üblichen Medikamente nicht mehr an. Deshalb besteht ein dringender Bedarf an neuen Anti-TB-Medikamenten mit kürzerer und effektiverer Therapiedauer.

 

Krankheitsverlauf

Bei etwa 5-10 Prozent der Infizierten entwickelt sich im Laufe des Lebens eine Tuberkulose, besonders gefährdet sind Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Die Symptome sind Husten, leichtes Fieber, Schwitzen in der Nacht, Gewichtsverlust, Müdigkeit und im Extremfall blutiger Husten.

Wenn Tuberkulose rechtzeitig erkannt und therapiert wird, ist die Erkrankung in den meisten Fällen heilbar. Jedoch nimmt die Therapie mehrere Monate in Anspruch. In Wien wurde im Otto Wagner Spital vor kurzem eine neue Tuberkulose-Station eröffnet.

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