Pulmonale Hypertonie: Spezielles Training verbessert Herzleistung von Herzinsuffizienz Patienten
06.05.16
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Pulmonale Hypertonie: Spezielles Training verbessert Herzleistung von Herzinsuffizienz Patienten

Pulmonale Hypertonie: Spezielles Training verbessert Herzleistung von Herzinsuffizienz Patienten

Ein spezielles 15-wöchiges Training verbessert in Kombination mit der medikamentösen Therapie den Zustand von Patienten mit Lungenhochdruck. Das konnte in einer im "European Heart Journal" publizierten Studie des Universitätsklinikums Heidelberg gezeigt werden.

Spezielles Training verbessert bei Patienten mit Lungenhochdruck die Sauerstoffaufnahme und die Pumpleistung der rechten Herzkammer.

An der Studie nahmen 95 medikamentös eingestellte Patienten teil.

Zu Beginn sowie nach 15 Wochen wurden sowohl in der Trainings- als auch in der Kontrollgruppe ohne Training die Sauerstoffaufnahme gemessen und eine Rechtsherz-Katheteruntersuchung in Ruhe und unter Belastung während eines Ergometertrainings durchgeführt. Es stellte sich schließlich heraus, dass sich bei den Personen mit pulmonaler Hypertonie die maximale Sauerstoffaufnahme unter Belastung verbesserte. Das zeige, dass die Körpermuskulatur effektiver arbeite, so die Studienautoren. Außerdem stieg die Pumpleistung der rechten Herzhälfte unter Belastung um 20 Prozent.

"Das ist die erste Studie, die den Effekt eines speziellen Lungenhochdruck-Trainings auf das Herz-Kreislaufsystem mittels invasiver Messungen erfasst, und der erste Nachweis dafür, dass ein Bewegungsprogramm die Herzleistung der schwer kranken Patienten verbessern kann", erklärt Erstautorin Nicola Benjamin.

Um die Auswirkung des Trainings und die zugrunde liegenden Mechanismen genau zu erfassen, seien jedoch noch weitere Studien erforderlich.

Die Ergebnisse seien wichtig, um den Stellenwert und die Bedeutung eines spezifischen Trainings bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie zu erfassen. "Noch vor wenigen Jahren gab es für Patienten mit Lungenhochdruck keine Möglichkeit einem angeleiteten körperlichen Training nachzugehen, da die Gefahr besteht, dass durch Überforderung die Krankheit schlechter wird", so Benjamin.


Quelle: APA/DPA; European Heart Journal

Foto: APA/GEORG HOCHMUTH


 


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