Genderaspekte in der KHK
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Genderaspekte in der KHK

Genderaspekte in der KHK

Fortbildungsveranstaltung der Ärztekammer und Pfizer Pharma mit Referent Univ.-Prof. Dr. Robert Zweiker.

Gender ist ein wichtiges Thema und begleitet uns seit Jahrtausenden. Geschlechterspezifische Ansätze in medizinischen Studien gibt es erst seit einigen Jahren. Studien, beispielsweise über Medikamentennebenwirkungen, sind bis heute sehr geschlechterspezifisch (männlich).

Dr. Zweiker legt bei der Vergabe der Diplomthemen auf der medizinischen Universität Graz den Fokus auf eine geschlechterspezifische Auswertung der Forschungsergebnisse.


Frauen rauchen mehr als Männer

Im Schnitt rauchen Frauen zwischen 20 und 30 Jahren mehr als Männer. Auch die Östrogenschutzfunktion bei Frauen schützt diese nicht vor Herzerkrankungen. Frauen zeigen bei weitem weniger typische Symptome bei akuten Koronarsyndrom (ACS) und werden daher sehr selten in der Behandlung von Beginn an ernstgenommen. Daher ist es unermesslich das EKG zu verwenden.

Männer landen schneller am Kathetertisch

Aufgrund der typischen Symptome werden Männer schneller behandelt. Bei Frauen vergehen oftmals fast 60 Minuten bis sie richtig behandelt werden (www.kardiologie-graz.at ).


ACS bei Frauen

Das Rauchen hat eine enorme Auswirkung auf die Koronarmorphologie. Ursachen für eine ACS bei Frauen sind:

·         Häufiger Übergewicht

·         Häufiger atypische Symptome (Müdigkeit, Dyspnoe…)

·         Klinisches Vorurteil, dass Frauen ein geringeres Risiko haben

·         Troponinerhöhung bei Frauen weniger wahrscheinlich

·         EKG eher atypisch


Risiko:

·         <60j. Frau 2-fach erhöhte Hospital-Mortalität!


 Präklinische Therapie


www.allgemeinarzt-online.de/downloads


 Therapie

Am wichtigsten erscheint die Prävention!

·         Bewegung

·         Nicht Rauchen

·         Glucose Kontrolle

·         LDL- Werte Kontrollieren

·         SBP/DBP- Einstellung


Frauen erkranken in der Regel 10 Jahre später als Männer. Die Schutzfunktion durch Östrogen ist zunehmend nicht mehr gegeben. Risikofaktoren bilden auch eine Schwangerschaft und Diabetes.


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