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Signalstoffe verändern beim Älterwerden das Verhalten der neuronalen Stammzellen

Signalstoffe verändern beim Älterwerden das Verhalten der neuronalen Stammzellen

Das haben Forscher der Universität Basel laut einem Artikel in "Cell Stem Cell" nachgewiesen


Der Plexus choroideus (Adergeflecht), der die Hirnflüssigkeit produziert, reguliert neurale Stammzellen im erwachsenen Gehirn. Das haben Forscher der Universität Basel laut einem Artikel in "Cell Stem Cell" nachgewiesen. Außerdem ändern sich vom Plexus choroideus abgesonderte Signalstoffe beim Älterwerden und verändern damit das Verhalten der neuronalen Stammzellen.

 Die Forscher um Studienleiterin Fiona Doetsch konnten zeigen,
dass der Plexus choroideus eine Vielzahl von wichtigen Signalstoffen
in die Hirnflüssigkeit absondert. Diese sind wichtig für die
Steuerung von Stammzellen im Laufe des Lebens. So verringert sich
beim Älterwerden die Häufigkeit der Stammzellteilungen sowie die
Bildung neuer Nervenzellen. Es stellte sich außerdem heraus, dass
obwohl sich im erwachsenen Gehirn Stammzellen befinden und diese
auch fähig sind, sich zu teilen, sie es dennoch viel seltener tun.
"Ein Grund dafür ist, dass im gealterten Plexus choroideus andere
Signalstoffe vorliegen.

Daher erhalten die Stammzellen beim Älterwerden andere Informationen und sind weniger gut in der Lange, neue Nervenzellen zu bilden. Mit anderen Worten: Die Fitness der Stammzellen in dieser Region wird verringert", erklärt Erstautorin Violeta Silva Vargas. "Erstaunlich ist, dass wenn man ältere Stammzellen mit Hirnflüssigkeit aus einem jungen Gehirn zusammenbringt, sich die älteren Stammzellen sehr wohl zur Zellteilung anregen lassen. Sie benehmen sich dann wie die jungen", so Silva Vargas.

   In einem weiteren Schritt soll die Zusammensetzung der
Signalstoffe in dem vom Plexus choroideus abgesonderten Hirnwasser
genauer untersucht werden. Die Forscher möchten herausfinden, wie
sich diese Signalstoffe in verschiedenen Zuständen des Körpers
verändern und wie sie die Stammzellen beeinflussen. "Die Ergebnisse
zeigen zudem einen neuen Verständnisansatz, wie die verschiedenen
physiologischen Zustände des Körpers unsere Stammzellen im Gehirn
bei Gesundheit und Krankheit beeinflussen. Sie könnten auch neue
Denkanstöße für Therapien geben", so Doetsch.

Quelle: Cell Stem Cell (abstract)

Bildquelle: APA

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