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Aknebehandlung: was ist wirksam?

Aknebehandlung: was ist wirksam?

Je nach Schwere und Form der Erkrankung, kann Akne unterschiedlich behandelt werden und gerade deswegen gibt es keine allgemeingültige Antwort auf die Frage welche Therapie am besten gegen Akne wirkt – die passende Methode sollte man allerdings schon bei ersten Symptomen der Hauterkrankung in einem Gespräch mit dem Hautarzt abklären, damit die Behandlung frühzeitig beginnt und somit einen eventuellen schweren Verlauf bzw. Narbenbildung gemieden werden. Je nach Ausprägungsform der Akne, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

Nicht-medikamentöse Behandlung

Der erste Schritt im Kampf gegen Akne, solange eine leichte Akneform besteht, ist einfach eine regelmäßige und passende Hautpflege einzuhalten. Dabei sollte man sich grundsätzlich für sanfte Reinigungsprodukte (pH-neutrale und parfümfreie Seifen, Gesichtswasser, Peelings, Abdeckstifte etc.) und Pflegecremes entscheiden, da aggressive Hautpflege häufig zu einem schlechteren Hautbild führen kann. Allerdings sollte man laut Dermatologen die betrroffenen Hautstellen nicht mehr als einmal täglich reinigen, denn zu häufiges Waschen genauso zur Verschlimmerung beitragen kann. Zusätzlich wird geraten das Gesicht mit lauwarmem Wasser zu waschen sowie Mitesser nicht zu drücken.

Mittlerweile werden zahlreiche rezeptfreie dermokosmetische Produkte als nicht-medikamentöse Behandlung in der Apotheke angeboten. Bis sichtbare Resultate auftreten, kann es in der Regel bis zu einigen Wochen dauern. Darüber hinaus sollten laut Hautärzten gesunde Ernährung, Rauchverzicht sowie Stressreduktion eine positive Wirkung auf das Hautbild haben.

Nicht vergessen: jede Haut reagiert unterschiedlich auf verschiedene Hautpflege-Produkte. Deswegen sollten Produkte auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sein – idealerweise sollte man einen Facharzt konsultieren, um mit ihm die optimale Hautpflege zu bestimmen.

Weitere Formen der äußeren medizinischen Aknebehandlung sind unter anderem Bedampfungen, Bestrahlungen mit UV-Licht oder auch die Farblichttherapie (Blau- bzw. Rotlichttherapie) – solche Prozeduren werden vom Facharzt oder Kosmetiker durchgeführt und dauern mehrere Wochen.

Während leichtere Formen der Hauterkrankung in der Regel ohne Arzneimittel behandelt werden, sollte bei mittelschweren bis schweren Formen meist auch eine systemische Behandlung mit Medikamenten von dem Hautarzt eingeleitet werden – die medikamentöse Therapie sollte allerdings mit einer regelmäßigen Hautpflege einhergehen und zusammenpassen.

Medikamentöse Behandlung

Bei der medikamentösen Aknebehandlung kommen Substanzen, die die Talgproduktion beeinträchtigen, Wirkstoffe gegen Verhornungsstörungen sowie Antibiotika, die gegen bestimmte Bakterien wirken, zum Einsatz. Dabei kann Akne entweder äußerlich – mit entzündungshemmenden Salben und Lösungen – oder innerlich, mit Medikamenten in Form von Tabletten, behandelt werden.

In der Regel werden sogenannte Keratolytika (hornlösende Wirkstoffe) verwendet – die bekanntesten darunter sind Retinoide (Vitamin-A-Säure-Präparate), Salicylsäure, Azelainsäure sowie Benzoylperoxid. Dadurch sollten die Verhornung der Talgdrüsen sowie die Verstopfung der Haarfollikel vorgebeugt und schließlich entzündungserregende Bakterien abgetötet werden.

Die Linderung der Symptome kann dabei monatelang dauern, wobei viele Patienten die Hoffnung verlieren und die Therapie aufgeben. Allerdings sollte man dranbleiben und bedenken, dass je nach Schweregrad der Hauterkrankung, die Aknebehandlung ein langwieriger Prozess sein kann. Durch eine passende Therapie, regelmäßige Hautpflege und einen bewussten Lebensstil lässt sich Akne allerdings meist relativ gut behandeln.

Die Alternativmedizin bietet auch einige Methoden, um Akne in den Griff zu bekommen. Mehr dazu hier.

Quelle: Simona Ganeva, Redaktion

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