Krebstherapie: optimierte Nanopartikel im Einsatz
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25.11.16
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Krebstherapie: optimierte Nanopartikel im Einsatz

Krebstherapie: optimierte Nanopartikel im Einsatz

Forschende der ZHAW und der Uni Freiburg haben eine Methode entwickelt, um Nanopartikel so genau zu messen, dass sie sich für den Einsatz in Krebstherapien optimal herstellen und dosieren lassen. Sie werden beim Tumor platziert, durch ein Magnetfeld erhitzt und töten so die Krebszellen.

Auf diese Weise werden Nanopartikel bereits in der Tumorbekämpfung eingesetzt und sind dafür in der EU zugelassen. Der Behandlungserfolg beruhe allerdings zu einem großen Teil auf Annahmen und Versuchen, wie die ZHAW am Freitag mitteilte. "Die richtige Dosierung der Nanopartikel und die daraus resultierende Wärmeentwicklung ist noch nicht vollständig optimiert", sagte ZHAW-Forscher Mathias Bonmarin.
Um das künftig zu ermöglichen, haben die Teams von Bonmarin und Alke Fink von der Universität Freiburg ein Gerät entwickelt, das die Nanopartikel und die zu erwartende Wärmeentwicklung präzise messen kann. Anhand des Messdaten lassen sich die Nanopartikel je nach Anwendung optimal herstellen und dosieren.

Berührungslose "NanoLockin" Methode
Die Technologie hinter der Messung stammt ursprünglich aus der Qualitätssicherung von Flugzeugbauteilen und nennt sich "Lock-In-Thermographie". An der ZHAW wurde die Technik bereits zur Untersuchung menschlicher Haut eingesetzt.
Das berührungslose Verfahren beruht auf gezielten Temperaturschwankungen und einer empfindlichen Infrarotkamera, welche die Oberflächentemperaturen aufzeichnet. Bei "NanoLockin" - so der Name der neu vorgestellten Methode - werden die Temperaturschwankungen durch ein Magnetfeld ausgelöst. Eine neu entwickelte Software wertet die Infarotbilder anschließend aus, um Rückschlüsse auf die Beschaffenheit der Nanopartikel zu ziehen.
Das Gerät wurde an der Uni Freiburg ausgiebig getestet und erfolgreich eingesetzt, um Magnetnanopartikel zu charakterisieren, so die Mitteilung. Das Projekt "NanoLockin" wird auch von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) unterstützt.

Quelle: APA/sda

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