Gewichte heben bremst die Demenz
04.01.17
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Gewichte heben bremst die Demenz

Gewichte heben bremst die Demenz

Ältere Personen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen können ihre Gehirnfunktion mit Krafttraining stärken

Krafttraining

Muskeltraining stärkt die Gehirnfunktion bei Personen über 55 Jahren mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen (MCI). Das hat eine australische Studie der University of New South Wales, der University of Sydney und der University of Adelaide gezeigt. Die Arbeit wurde im "Journal of the American Geriatrics Society" vorgestellt.

Für die Untersuchung im Rahmen des "Study of Mental and Resistance Training" (SMART) wurden MCI-Probanden zwischen 55 und 86 Jahren in vier verschiedene Gruppen eingeteilt: Widerstandstraining und computerbasiertes kognitives Training; Widerstandstraining und ein Placebo-computerbasiertes kognitives Training; Gehirntraining und Placebo-Sportübungen (stretching/Calisthenics); Placebo-Sportübungen und Placebo-kognitives Training.

Probanden im Widerstandstraining wiesen sowohl bessere physische als auch kognitive Werte auf

Teilnehmern, die Widerstandstraining absolvierten, wurde beispielsweise aufgetragen zwei Mal die Woche, sechs Monate lang Gewichte mit einer Belastung von 80 Prozent zu heben. Entsprechend dem Trainingsstand und dem Zuwachs der Muskeln wurde das Gewicht im Laufe der Monate immer wieder angepasst, um die Belastung von 80 Prozent zu erhalten.

Es zeigte sich schließlich, dass die Probanden im Widerstandstraining sowohl bessere physische als auch kognitive Werte aufwiesen. Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei laut Hauptautor Yorgi Mavros Kontinuität. Die Forscher empfehlen mindestens zwei Mal die Woche mit hoher Intensität zu trainieren, um den Kräftezuwachs zu maximieren. Davon profitiere dann auch das Gehirn.

Die Ergebnisse würden die bisherige SMART-Forschung bestätigen. So konnte anhand von MRT-Scans bei "gewichthebenden" eine Vergrößerung bestimmter Hirnregionen festgestellt werden, was auf kognitive Verbesserungen durch das Krafttraining zurückzuführen sei.

Quelle: Journal of the American Geriatrics Society/APA

Bildquelle: APA/dpa/Jörg Lange

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