Die österreichischen Apotheken bieten das ganze Jahr über Beratung zu Depressionen
Die österreichischen Apotheken bieten das ganze Jahr über Beratung zu Depressionen
Die österreichischen Apotheken bieten das ganze Jahr über Beratung zu Depressionen
CredoMedia - Medizin Aktuell
CredoMedia - Medizin Aktuell
Themenseite
Die österreichischen Apotheken bieten das ganze Jahr über Beratung zu Depressionen

Die österreichischen Apotheken bieten das ganze Jahr über Beratung zu Depressionen

Immer mehr Menschen leiden weltweit an Depressionen, daher stellt die Weltgesundheitsorganisation beim diesjährigen Weltgesundheitstag am 7. April 2017 das Thema „Depression“ in den Mittelpunkt

Immer mehr Menschen leiden weltweit an Depressionen. In den Jahren 2005 bis 2015 ist die Anzahl der Betroffenen um 18 Prozent gestiegen. Daher stellt die Weltgesundheitsorganisation beim diesjährigen Weltgesundheitstag am 7. April 2017 das Thema „Depression“ in den Mittelpunkt. Als lokale Gesundheitsdrehscheiben bieten die österreichischen Apotheken das ganze Jahr über Beratung zu vielen Gesundheitsthemen – auch bei Depressionen sind die Apothekerinnen und Apotheker vertrauenswürdige Ansprechpersonen für alle Betroffenen.

In Österreich leiden etwa 7,7 Prozent der Bevölkerung an einer Depression, diagnostiziert ist sie jedoch bei nur 5,7 Prozent (Statistik Austria, Gesundheitsbefragung 2014). Depressionen sind eine gut behandelbare Krankheit. Wichtig ist es, rechtzeitig Hilfe zu suchen und anzunehmen. In der Behandlung werden meist psychotherapeutische Maßnahmen mit einer medikamentösen Therapie kombiniert: Gegen Depressionen gibt es eine Reihe von sehr wirksamen Arzneien. Diese Antidepressiva wirken ganz gezielt gegen das bei den Betroffenen gestörte Gleichgewicht der Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin.

„Entscheidend für den Behandlungserfolg ist, dass die Patientin, der Patient sich genau an den Therapieplan hält – hier unterstützen die Apothekerinnen und Apotheker durch kompetente Beratung zur richtigen Einnahme der verordneten Medikamente und zu möglichen Neben- bzw. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln“, so Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer.

In vielen Fällen helfen auch milde pflanzliche Präparate aus der Apotheke. Diese enthalten meist Extrakte von Johanniskraut, welches schon in der Antike zur Behandlung psychischer Erkrankungen eingesetzt wurde. „Bei leichten und mittelschweren Depressionen wirken Johanniskrautpräparate gleich gut wie synthetische Psychopharmaka und sind dabei wesentlich besser verträglich. Gerade aber bei Arzneien, die Johanniskraut enthalten, ist eine fachkundige Beratung durch die Apothekerin, den Apotheker unerlässlich, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden, zum Beispiel im Zusammenspiel mit anderen Arzneien wie etwa der Anti-Baby-Pille oder auch eine verstärkte Sonnenempfindlichkeit“, so Podroschko.

Volkskrankheit Depression

Mehr als 20 Prozent aller Menschen erkranken einmal in ihrem Leben an einer Depression. Frauen sind zwei- bis dreimal so häufig betroffen wie Männer. Eine Depression kann in jedem Alter auftreten und ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die sich durch eine niedergedrückte Stimmungslage, Interessen- und Antriebslosigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit äußert. Sie ist häufig auch mit sozialem Rückzug des/der Betroffenen verbunden und nicht zu verwechseln mit vorübergehender Traurigkeit oder Unlust.

Weltgesundheitstag

Der Weltgesundheitstag findet jährlich und weltweit am 7. April satt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erinnert mit diesem Tag an ihre Gründung im Jahr 1948. Sie legt jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz für den Weltgesundheitstag fest. Ziel ist es, vorrangige Gesundheitsprobleme aus der Sicht der WHO ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken. 2017 steht das Thema „Depression“ im Mittelpunkt des Weltgesundheitstages.

Apotheken auf einen Blick

„Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker“. In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder Gemeinde: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.380 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

Kommentare