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Alkohol- und Nikotinkonsum sind rückgängig, aber Ernährung Jugendlicher wird immer ungesünder!

Alkohol- und Nikotinkonsum sind rückgängig, aber Ernährung Jugendlicher wird immer ungesünder!

Wie aus einer neuen Studie der WHO hervorgeht, konsumieren Jugendliche in Europa und Nordamerika immer weniger Alkohol und Zigaretten. Ein Grund zum Jubeln ist das dennoch nicht.


  

Weniger Rauchen und Trinken

Der Anteil an 15-Jährigen, die im Alter von 13 Jahren oder jünger das erste Mal geraucht haben, ist seit 2010 deutlich gesunken. Waren es im Jahre 2010 noch 24 % der Befragten, sind es im Beobachtungszeitraum 2014 nur mehr etwa 17 % gewesen, die zugaben, bereits mindestens einmal geraucht zu haben. Bei Mädchen fiel der Rückgang von 24 % auf 17 % deutlich stärker aus, als bei Jungen (26 % auf 22 %). Ein Zusammenhang mit dem Wohlstandsniveau der Familien ließ sich aus den Daten nicht entnehmen.

Auch beim Trinken von Alkohol zeigte sich ein signifikanter Rückgang von mehr als 20 % auf nun 13 %, die angaben, zumindest einmal wöchentlich Alkohol zu trinken.

  

Gesundheitsverhaltensweisen in der Jugend können unser weiteres Leben beeinflussen

So positiv die Entwicklung bei Konsum von Alkohol und Zigaretten ist, umso schlechter steht es jedoch um die Essgewohnheiten der Jugendlichen. Frühstück und Obst werden von den 15-Jährigen immer mehr gemieden, Softdrinks hingegen stehen oft an der Tagesordnung. Eine konsequente Folge dieser Fehlernährung ist die Zunahme von Übergewicht und Adipositas. Dabei wäre es gerade in dieser Lebensphase immens wichtig, auf eine gesunde Ernährung zu achten.

„Die im entscheidend wichtigen zweiten Lebensjahrzehnt eines jungen Menschen erworbenen gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen und sozialen Angewohnheiten und Einstellungen können sich im Erwachsenenalter fortsetzen und den gesamten weiteren Lebensverlauf beeinflussen", sagte die WHO-Regionaldirektorin für Europa, Dr. Zsuzsanna Jakab. „Ein guter Start kann ein Leben lang Früchte tragen."

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht und weitere Statistiken.

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