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Sauerstoff-Heimtherapien senken Kosten im Gesundheitssystem

Sauerstoff-Heimtherapien senken Kosten im Gesundheitssystem

Experten warnen: COPD und Schlafapnoe zeitgerecht behandeln

 

Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) ist die Todesursache mit dem weltweit schnellsten Wachstum. Laut Prognose der WHO wird COPD auf der Liste der häufigsten Todesursachen weltweit bald Platz drei einnehmen. Prof. Otto Burghuber, Leiter der 1. Internen Lungenabteilung im Otto-Wagner-Spital, erläutert die Problematik dieser Erkrankung:

COPD beginnt oft schleichend und wird daher oft sehr spät diagnostiziert. Bei früher Diagnose könnte ein Fortschreiten der Erkrankung oft noch verhindert werden. Schwer COPD-Kranke benötigen auf jeden Fall eine Langzeit-Sauerstofftherapie.

Diese wird heute im häuslichen Umfeld durchgeführt, um den Patienten ein Höchstmaß an Lebensqualität zu garantieren. Aus der Praxis wissen wir auch, dass solche Patienten wesentlich seltener stationär behandelt werden müssen.“

 

Bei obstruktiver Schlafapnoe wiederum ist die Steigerung der Diagnosen essenziell, aktuell wissen nur vier von fünf Schlafapnoe-Betroffene von ihrer Erkrankung.

Wird Schlafapnoe nicht erkannt und behandelt, steigt das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt enorm. Da Schlafapnoe-Patienten tagsüber oft müde sind und zu Sekundenschlaf neigen, ist zudem das Unfallrisiko erhöht. Neben empfohlener Gewichtsreduktion kann Betroffenen mit einer Beatmungsmaske (CPAP) geholfen werden. Der Erfolg stellt sich schlagartig ein,

erklärt Prof. Peter Errhalt, Leiter der klinischen Abteilung für Pneumologie am Universitätsklinikum Krems.

 

Fakten: Was kostet COPD für das System?

 

In Österreich fallen jährlich 29.280 Spitalsaufenthalte von 18.580 COPD-Patienten an, die für eine Behandlung mit Heimsauerstoff infrage kommen (GOLD IV). Menschen mit einer adäquaten Sauerstofftherapie landen nachweislich weniger oft im Spitalsbett. Und wenn doch, ist die Aufenthaltsdauer um beinahe die Hälfe kürzer. Die Studienergebnisse:

 

  • Senkung der Dauer der Krankenhausaufenthalte: Minus 43,5% (von 11,4 Tage/Jahr auf 6,4 Tage/Jahr)
  • Reduktion der Krankenhaus-Aufnahmerate: Minus 23,8% (von 1,5 Mal/Jahr auf 1,1 Mal/Jahr)
  • Potenzielle Gesamtersparnis/Jahr durch zielgerichtete Sauerstoff-Heimtherapie: bis zu 16. Mio. Euro.

 

Fakten: Wie belastet obstruktive Schlafapnoe das System?

 

Auch bei der obstruktiven Schlafapnoe zeichnet die Studie ein klares Bild: Die Tatsache, dass vier von fünf Schlafapnoe-Betroffene nicht diagnostiziert sind, verursacht eine massive Kostenbelastung für das Gesundheitssystem. Mit einer vergleichsweise günstigen Beatmungstherapie (CPAP-Therapie) könnten direkte und indirekte Auswirkungen wie Arbeits- und Verkehrsunfälle sowie Produktionsausfälle enorm abgeschwächt werden.

• Direkte Kosten Schlafapnoe in Österreich: 154 Mio.Euro

• Indirekte Kosten Schlafapnoe in Österreich: bis zu 1,5 Mrd. Euro

 

HCP-Sprecher Gapp: Vom Reden zum Handeln

 

„Wir wollen als Branchengruppe künftig vermehrt auf Potenziale & Synergien in der Versorgung hinweisen und proaktiv an Entscheidungsträger und Experten im Gesundheitswesen herantreten. Nur eine Partnerschaft auf Augenhöhe kann Veränderungen anstoßen. Und Veränderung ist in manchem Bereich nicht nur sinnvoll sondern dringend notwendig“, so DI Uwe Gapp, Sprecher der Plattform HOME CARE PROVIDER.

 

Über Home Care Provider

 

Die Plattform HOME CARE PROVIDER ist als Fachausschuss innerhalb des WKÖ Bundesgremiums Medizinproduktehandel organisiert und besteht aus sieben in Österreich tätigen Unternehmen. Die Plattform HOME CARE PROVIDER bietet Betroffenen von chronischen Lungenerkrankungen sowie schlafassoziierten Atemstörungen hochqualitative Heimtherapien. COPD sowie obstruktive Schlafapnoe stehen dabei im Vordergrund.

Nähere Informationen zur Plattform HOME CARE PROVIDER sowie den Studienfolder zum Download gibt es unter: www.homecareprovider.at.

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