Nicht-allergisches Asthma: Auslöser und Therapieauswahl
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20.09.16
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Nicht-allergisches Asthma: Auslöser und Therapieauswahl

Nicht-allergisches Asthma: Auslöser und Therapieauswahl

Asthmaanfälle können durch unspezifische Reize ausgelöst werden, ohne dass eine Allergie besteht - dabei handelt sich um nicht-allergisches Asthma. Wann tritt nicht-allergisches Asthma auf, welche Faktoren können es hervorrufen und welche Therapiemöglichkeiten existieren bereits?

Obwohl Asthma meist durch Allergene ausgelöst wird, leiden etwa 15 Prozent der Betroffenen an einem nicht-allergischen (intrinsisches, von innen kommendes) Asthma, das häufig durch Atemwegsinfektionen, körperliche Anstrengung oder auch durch Inhaltsstoffe verursacht wird. Diese Form der Erkrankung beginnt meist erst im Erwachsenenalter (ab etwa dem 40. Lebensjahr) und tritt in der Regel erstmals nach wiederholten Atemwegsinfektionen auf, wobei der Krankheitsverlauf oft schon von Anfang an schwierig ist. Auch bei dem intrinsischen Asthma kommt es zu Abwehr- und Entzündungsreaktionen in den Bronchien.

Auslöser

Zu den unspezifischen Reizen, die sogenannte „pseudoallergische Reaktionen“ und ein nicht-allergisches Asthma auslösen können, zählen:

  • Atemwegsinfektionen
  • Klima (z.B. Kaltluft, trockene oder feuchte Luft)
  • Schadstoffbelastung der Luft (z.B. Industriestaub, Straßenstaub, Tabakrauch)
  • Körperliche Belastung
  • Psychische Faktoren (Stress, Angstzustände etc.)
  • Chemisch-irritative Noxen (Düfte, Gerüche von Putzmitteln, Haarsprays etc.)
  • Medikamente (z.B. Schmerzmedikamente)
  • selten: Refluxkrankheit

Zudem zeigen Studien, dass höheres Alter, weibliches Geschlecht, Nasenpolypen sowie ein FEV1-Wert, der unter 80 Prozent liegt, das Risiko von einem nicht-allergischen Asthma steigern - die Erkrankung kann also durch eine Vielzahl komplexer Faktoren verursacht werden, wobei es große individuelle Unterschiede gibt, auf welche Reize Patienten reagieren. In manchen Fällen können Anfälle auch durch eine Mischung aus mehreren Faktoren ausgelöst werden – dabei sind sowohl die Diagnose als auch die Therapie sehr problematisch. Darüber hinaus ist eine schwere Form der Erkrankung das sogenannte „gemischtförmige Asthma“, das durch eine Kombination aus allergischen und nicht-allergischen Komponenten gekennzeichnet ist.

Therapiemöglichkeiten

Obwohl sich die Symptome bei nicht-allergischem, kaum von denen bei allergischem Asthma unterscheiden (Husten, Atemnot etc.), beweisen sich bei beiden Formen der Erkrankung unterschiedliche Therapien als besser geeignet. Laut Studien zeigt die herkömmliche ICS-Therapie (Therapie mit inhalativen Kortikosteroiden) grundsätzlich bessere Resultate beim allergischen Asthma, allerdings werden auch beim intrinsischen Asthma entzündungshemmende Medikamente (Kortikosteroide und Bronchodilatoren), die positive Wirkung auf die Erkrankung haben, verabreicht. Breiter eingesetzt bei nicht-allergischem Asthma ist jedoch die Atemtherapie (Atemschulungen, -massagen und –gymnastik), bei welcher spezielle Atemtechniken erlernt werden, um Stress abzubauen, die Atemmuskulatur zu kräftigen und die Atemleistung zu steigern. Weiters können auch Entspannungstechniken wie etwa das autogene Training (Entspannungsverfahren der Psychotherapie) bei dieser Form der Erkrankung helfen.

Schließlich hängt eine effektive Therapie bei Asthma weitgehend von der erfolgreichen Kontrolle (Mindern und Vermeiden) der Auslöser der Asthmaanfälle ab – bei nicht-allergischem Asthma gilt in der Regel: Reize wie etwa Staub, Tabakrauch, gewisse Medikamente mindern und idealerweise vermeiden. Die Auswahl der passenden Therapie hängt außerdem mit Häufigkeit und Schweregrad der auftretenden Symptome zusammen, wobei mit dem behandelnden Arzt ein auf die eigenen Patientenbedürfnisse basierendes Behandlungsprogramm zu besprechen und zu erstellen ist. Alternative Therapiemöglichkeiten, die die Symptome lindern können, sind unter anderem: Akupunktur, Ayurveda-Medizin, Heilmassagen, chiropraktische Behandlungen, homöopathische Mittel sowie die Einnahme von Vitaminen, der Stressabbau und schließlich eine gesündere Ernährung, die mit mehr Bewegung einhergehen sollte.

Quelle: Simona Ganeva, Redaktion

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