Erkältung: wann sollte man zum Arzt?
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Erkältung: wann sollte man zum Arzt?
28.09.16
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Erkältung: wann sollte man zum Arzt?

Erkältung: wann sollte man zum Arzt?

Wem eine Erkältung erwischt hat, muss nicht unbedingt gleich zum Arzt – Bettruhe alleine hilft schon sehr. Bewährte Hausmittel sowie rezeptfreie Medikamente – genauso. Allerdings gibt es Fälle, bei welchen ein Arztbesuch unvermeidbar ist.

Wenn einem die Erkältung trifft, ist der Arztbesuch nicht immer obligatorisch – am Anfang raten auch Ärzte Hausmittel anzuwenden, um die Erkrankung zu bekämpfen. Dampfbäder, warme Getränke, Inhalationen, Massagen usw. haben einerseits schonendere Wirkung als Arzneimittel, andererseits stärken sie die Abwehrkräfte des Immunsystems und lindern somit die Beschwerden.

 

Selbstheilung bei Erkältung: wie funktioniert’s?

Es gibt verschiedene rezeptfreie Medikamente (Nasensprays, Hustensäfte etc.), die die herkömmlichen Erkältungssymptome wie etwa Halsschmerzen, Husten und Schnupfen mildern und gleichzeitig den Organismus schonen. Dazu gehören unter anderem alle homöopathischen Mittel, die Erkältungsbeschwerden behandeln. Zudem bestehen unterschiedliche Methoden der Alternativmedizin, wie etwa Akupunktur oder Pflanzenheilkunde, die zur Therapie von Erkältungen zum Einsatz kommen. Außerdem haben sich Gurgeln mit Salzwasser, Inhalationen mit Wasserdämpfen, Kräutern oder ätherischen Ölen (z.B. Teebaum- oder Pfefferminzöl) als wirksam im Kampf gegen Erkältungen erwiesen.

 

Generell gilt: ausreichend Getränke (besonders Erkältungstees, Kräutertees mit Honig, aber auch Säfte und Wasser) zu sich nehmen, sich vor körperlichen Belastung schonen und viel schlafen. Außerdem weisen Ärzte darauf hin, dass die Einnahme von Vitamin C mit Zink-Zusatz einige Oxidationsprozesse, die mit der Entstehung von Erkrankungen einhergehen, hemmen kann. Allerdings zeigen Studien, dass Vitamin-C-Einnahme die Erkrankungshäufigkeit nicht reduzieren und die Dauer nur in bedingten Fällen (z.B. bei Sportlern) ein wenig senken kann.

Ein einfaches, alt bekanntes Hausmittel, das als Wunderwaffe gegen Erkältung gilt, ist die Hühnersuppe - besonders scharf gewürzt, sollte sie die Abwehrkräfte des Organismus stärken und somit einigermaßen die Beschwerden lindern. Und wenn die Rede von Flüssigkeiten ist: allgemein sind etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeiten am Tag empfehlenswert, wobei man Alkohol (auf jeden Fall) und Kaffee (lieber) vermeiden sollte. Auf Rauchen ist bei einer Erkältung auch völlig zu verzichten, wenn man sich schnell erholen will. 

 

Und wann geht es zum Arzt?

Vor allem wenn die Infektion bakteriell bedingt ist, ist ein Arztbesuch dringend anzuraten, um eine Diagnose zu erstellen und passende Maßnahmen (ggf. Antibiotika) einzuleiten. Dabei sind in erster Linie die sogenannten Risikopatienten (ältere Menschen, Säuglinge, (Klein-)Kinder, Schwangere, Asthmatiker, Herz-Kreislauf-Patienten, Menschen mit Immunschwäche, Diabetiker) von einer nachhaltigen Schädigung des Lungengewebes gefährdet und sie sollten bei Erkältungen unbedingt ärztlichen Rat holen.

 

Zudem sollte man den Arzt zurate ziehen, wenn:

  • Beschwerden wie etwa Husten, Schnupfen oder Fieber sich verschlimmern oder länger als sieben Tage nicht abklingen.
  • das Fieber über 39 Grad Celsius steigt.
  • Lymphknoten im Kopf- und Halsbereich geschwollen sind.
  • besonders starke Kopf-, Hals- oder Brustschmerzen anhalten.
  • starke Schluck- oder Atembeschwerden sowie Atemnot vorhanden ist.
  • gelber Schleim ausgehustet wird.
  • eine Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) mit Schmerzen im Bereich der Stirn, der Wangen und/oder im Oberkiefer länger andauert.
  • heftige Ohrenschmerzen nicht vergehen.

Schließlich kann ein Arzt angehende Infektionen, wie etwa Lungenenentzündungen, Sinusitis oder Mittelohrentzündungen, die eine erhebliche Gefahr für den Organismus darstellen können, beizeiten diagnostizieren und eine passende Therapie verordnen.

Bildquelle: AOK-Mediendienst / Text: Simona Ganeva, Redaktion

 

 

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