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Epidemiologiches Studiendesign

Epidemiologiches Studiendesign

Wie werden Krankheiten mittels Studien erforscht? Welche Arten von Studiendesigns sollten Sie in diesem Zusammenhang kennen? Mehr dazu in diesem Beitrag.


Das Ziel dieses Beitrages ist es, einen Überblick über die grundlegenden Studiendesigns zu vermitteln. Diese finden in der klinischen Forschung und bei epidemiologischen Studien Anwendung, um einen Zusammenhang zwischen Exposition (Einflußvariable) und Erkrankung (Ergebnisvariable, Outcome) aufzudecken. Falls nun ein Zusammenhang vorliegt, so gilt es herauszufinden, ob dieser kausaler Natur ist. Durch die Wahl des richtigen Studiendesigns wird sowohl die wissenschaftliche Aussagekraft als auch die Qualität einer medizinischen Studie entscheidend beeinflußt.

Die Epidemiologie selbst befaßt sich laut WHO-Definition mit der Untersuchung der Verteilungen von Krankheiten, sozialen Krankheitsfolgen und physiologischen Variablen in menschlichen Bevölkerungsgruppen und mit jenen Faktoren, die diese Verteilung beeinflussen. Eingeteilt wird sie dabei in eine deskriptive (Beschreibung der Häufigkeit bestimmter Erkrankungen und deren Verteilung), analytische (Ursachenforschung einer bestimmten Erkrankung) und in eine experimentelle (Beurteilung des Effektes einer Interventionsmaßnahme gegen eine bereits aufgetretene Erkrankung) Epidemiologie.

Seit langem werden epidemiologische Untersuchungsmethoden zur Erforschung von Krankheitsursachen eingesetzt, ein bekanntes Beispiel stammt aus der Zeit des Cholera-Ausbruchs im 19 Jahrhundert. Der Londoner Arzt John Snow beobachtete, daß in einem relativ begrenzten Areal um eine Wasserstelle in der Broad Street eine überwiegende Mehrzahl an Erkrankungen und Todesfälle auftraten. Jene Fälle die weiter entfernt lagen wurden auch untersucht und es stellte sich dabei heraus, daß diese Personen Wasser aus dem besagten Brunnen bezogen. Snow vermutete aufgrund seiner Beobachtungsdaten, daß die Cholera durch Trinkwasser übertragen wird. Fälle, die seiner Theorie mit der Wasserstelle als Ursache widersprachen, wurden solange weiter untersucht bis die Abweichung erklärbar war. Nach Entfernung des Pumpenschwengel konnte kein Wasser mehr entnommen werden und kurze Zeit später war auch der Ausbruch vorbei (Gordis, 2001, S. 11).

Nicht nur Krankheitsursachen können in epidemiologischen Studien untersucht werden, grundsätzlich ist ihr Einsatz bei allen Fragestellungen möglich, bei denen es um die Untersuchung eines Zusammenhanges zwischen Expositionsfaktoren und Outcomefaktoren geht.

Der vollständige Artikel steht als pdf zur Verfügung.

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