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4 Tipps für Patienten nach der Melanomtherapie

 4 Tipps für Patienten nach der Melanomtherapie

Welche Aussichten gibt es für Melanom Patienten?

Generell ist die Prognose für Melanom PatientInnen gut. Je früher ein Melanom erkannt wird, desto besser ist die Prognose. Patienten mit einem Melanom mit einer Eindringtiefe unter 1mm haben eine ausgezeichnete Prognose und sind durch die einfache Operation in fast allen Fällen geheilt. Bei Auftreten von Fernmetastasen sind trotz der neuen Therapieansätze die Aussichten auf eine vollständige Heilung gering, es kann die Erkrankung jedoch oft über Jahre kontrolliert werden.

Tipps für Patienten nach der Melanomtherapie

1. Erster Schritt - medizinische Rehabilitation

Patienten können je nach Ausdehnung des operativen Eingriffes nach der Therapie eine medizinische Rehabilitation in Betracht ziehen. Betroffene können zum Beispiel Lymphdrainagen, Massagen, Sporttherapie, Einzel- oder Gruppengespräche durchführen. Mit Hilfe dieser Übungen können Patienten die Langzeitfolgen vermeiden und so schneller zu Ihrem ursprünglichen Leben zurückkehren.

2. Regelmäßige Nachkontrolle

Patienten bei denen Melanom entfernt wurde, sollten regelmäßig eine Nachkontrolle von einem Hautarzt durchführen lassen, denn trotz der Therapie könnten Krebszellen immer noch im Körper vorhanden sein. Das könnte zum erneuten Ausbruch des Melanoms in Form eines neuen Tumors (Rezidiv) führen. 90% der Rezidive entstehen in den ersten 5 Jahren nach der Operation, die Nachkontrolle wird daher 10 Jahre lang durchgeführt. Auch ist die Wahrscheinlichkeit ein zweites Melanom zu bekommen höher als bei der Normalbevölkerung.

Patienten können jeder Zeit eine medizinische Beratung von einem unserer Hautfachärzte über unser Online Tool bekommen: http://www.arzt-in-der-naehe.at/

3.Sonnenlicht - vorsichtig mit Sonnenbrände und starke UV-Strahlungen

Die Regeln für einen vernünftigen Umgang mit Sonnenlicht sollten natürlich von allen Personen, nicht nur von Hautkrebspatienten, eingehalten werden. Dennoch gelten das Vermeiden von Sonnenbrände und starker UV-Strahlungen hier ganz besonders.

4. Solarien vermeiden

Solariumbesuche sind generell schlecht für die Haut, sie fördern die Hautalterung und die Hautkrebsentstehung. Besonders, wenn man vor dem 35 Lebensjahr mit regelmäßigem Besuch des Solariums beginnt, erhöht sich das Risiko an einem Melanom zu erkranken deutlich (Boniol et al. http://www.bmj.com/content/bmj/345/bmj.e4757.full... Die Internationale Behörde für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat aufgrund dieser Erkenntnisse Solarien in die höchste Gefahrenkategorie der Krebsrisiken eingestuft.

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