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Homöopathie bei Kindern: Nebenwirkungsarme und sichere Behandlung

Zahnungsbeschwerden, Drei-Monats-Koliken, Infekte der Atemwege, Schlafstörungen und innere Unruhe - den Internationalen Kindertag am 1. Juni nimmt die Initiative "Homöopathie hilft!" zum Anlass auf die Problematik des Themas "Kinder & Arzneimittelsicherheit" aufmerksam zu machen.


Mit der Geburt eines Kindes beginnt für junge Eltern eine Zeit voller neuer Herausforderungen. Dazu zählen Babys erste Krankheiten und Wehwehchen ebenso wie häufige Infekte und Probleme bei Klein- und Schulkindern. Mit einer kleinen homöopathischen Hausapotheke sind Eltern oft selbst in der Lage, akute Probleme wie Bauch- oder Zahnungsschmerzen bei ihrem Kind zu bewältigen. Eine einfach anzuwendende Möglichkeit für die Selbstbehandlung sind Komplexmittel wie die neue Produktserie "Peithner for kids", welche die gängigsten Beschwerden im Säuglings- und Kindesalter abdeckt.

Homöopathie unterstützt die Selbstheilungskraft bei akuten Krankheiten, Befindlichkeitsstörungen und funktionellen Störungen – und dies ohne das kindliche Immunsystem noch die im Reifungsprozess befindliche Darmflora zu stören. "Deshalb eignen sich Homöopathika besonders gut für die Anwendung durch Eltern, die ihren Kindern – und sich selbst – bei diversen akut auftretenden Befindlichkeitsstörungen helfen wollen. Dazu gehören beispielsweise Bauch- und Zahnungsbeschwerden, banale Infekte der Atemwege und der Ohren, aber auch Zustände, für welche die Schulmedizin wenig Optionen anzubieten hat, wie Unruhe, Schreien oder Schlafprobleme", berichtet Dr. Bettina Baltacis, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, Mitglied des Ausbildungsteams der Österreichischen Gesellschaft für homöopathische Medizin (ÖGHM) sowie Mitglied im Fachbeirat der Initiative "Homöopathie hilft!".



Homöopathie ist bei Familien besonders beliebt
Die Homöopathie ist in Österreich beliebt (1). 63 Prozent aller Familien mit Kleinkindern und 58 Prozent aller Familien mit Schulkindern setzen mehrheitlich auf Homöopathie. Eltern verabreichen ihren Kindern homöopathische Arzneimittel vor allem bei Erkältungen (44 Prozent), aber auch zur Stärkung des Immunsystems (25 Prozent). An dritter Stelle stehen mit 20 Prozent Zahnungsbeschwerden. Insgesamt 18 Prozent der befragten Eltern wenden auch bei Unruhezuständen ihrer Sprösslinge Homöopathika an, gefolgt von Schlafproblemen mit 12 Prozent. Und sie sind von ihrer Wirksamkeit überzeugt: 75 Prozent der Eltern von Kleinkindern und sogar 80 Prozent der Eltern von Schulkindern sagen, dass Homöopathie gut wirkt.

Gefahren herkömmlicher Medikamente
Sehr geschätzt wird von vielen Eltern auch, dass Homöopathika nebenwirkungsarm sind – v.a. auch in Hinblick auf herkömmliche Medikamente. Denn: "In Österreich werden Arzneimittel in der Pädiatrie bis zu 90 Prozent off-label angewendet, d.h. ohne dass eine Zulassung für Kinder vorliegt. Im niedergelassenen Bereich sind es immer noch 40 Prozent der Arzneimittel, die bei Kindern off-label angewendet werden", erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, Leiter der Kinder- und Jugendabteilung im Universitätsklinikum St. Pölten. Der Einsatz von Medikamenten außerhalb ihrer Indikation ist mit gewissen Herausforderungen verbunden. Ein zentrales Problem ist beispielsweise die richtige Dosierung eines Medikamentes – v.a. deshalb, weil der Stoffwechsel von Kindern Besonderheiten aufweist, die sich vom Erwachsenen deutlich unterscheiden und keine entsprechenden Dosisfindungsstudien existieren. Ein weiteres Problem besteht darin, dass es oft an kindgerechten Darreichungsformen mangelt. Beispielsweise ist es schwierig bis unmöglich, einem Neugeborenen Tabletten einzugeben. "Darüber hinaus ist die Rate an Nebenwirkungen im Vergleich zu Erwachsenen etwa verdoppelt bis verdreifacht – wobei das Risiko umso größer ist, je jünger der Patient ist", so Prim. Zwiauer. Um kein unnötiges Risiko einzugehen, sollten Eltern ihren Kindern Medikamente keinesfalls ohne Rücksprache mit Arzt oder Apotheker geben.

Umfassende Beratung in der Apotheke
Gerade bei akuten Beschwerden im Kindesalter ist die Apotheke oft eine erste Anlaufstelle für Eltern. "Wir bieten umfassende Beratung in Hinblick auf die Wirkung und Anwendung von Arzneimitteln, sei es aus Sicht der Schul- oder der Komplementärmedizin wie der Homöopathie", betont Mag. pharm. Catherine Bader, Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Steiermark, Apothekerin aus Kindberg. Insbesondere bei häufig auftretenden, meist harmlosen Beschwerden und Krankheiten im Kindesalter können sogenannte homöopathische Komplexmittel eine wertvolle Hilfestellung bieten und zu einem raschen Abklingen der Symptomatik führen.

Neu in der Apotheke
Die neue Kinderarzneimittellinie "Peithner for Kids" umfasst sieben Arzneimittel für die gängigsten Beschwerden im Kindesalter, in denen mehrere aufeinander abgestimmte Substanzen wirkungsvoll kombiniert werden. Komplexmittel sind im Akutfall leicht anzuwenden und zeigen häufig eine gute Wirkung. "Eltern sollten allerdings mit dem kranken Kind möglichst rasch einen Arzt konsultieren, wenn sich Beschwerden nicht innerhalb kurzer Zeit – binnen Stunden oder maximal zwei bis drei Tagen – erwartungsgemäß bessern oder wenn sie bedrohliche Ausmaße annehmen", erläutert Dr. Baltacis.

Quellen:
(1) GfK Austria: Homöopathie in Österreich, 2015, Grundgesamtheit 2.000 Personen ab 15 Jahren, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung; Auftraggeber: Dr. Peithner KG.

Weiterführende Informationen:

http://www.homoeopathiehilft.at

Kommentare

Nikola  Jandric
19 Mai 2016 09:16

Das Umfrageergebnis kann ich gut nachvollziehen ...

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