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Halsschmerzen, Schnupfen, Fieber: was tun gegen erste Erkältungssymptome?

Halsschmerzen, Schnupfen, Fieber: was tun gegen erste Erkältungssymptome?

Obwohl die Symptome einer Erkältung jedes Mal unterschiedlich ausgeprägt sind, treten sie meist in Form von Hals- und Kopfschmerzen, Schnupfen, sowie einer allgemeine Müdigkeit auf. Doch bevor sie sich vertiefen, ist es gut zu wissen, wie man sie rechtzeitig loswerden könnte.

Fieber senken: und wie?

Fieber ist eine häufige Beschwerde, die mit vielen Erkrankungen einhergeht und verschiedene Ursachen haben kann, dennoch tritt es meist bei Infektionskrankheiten wie etwa Erkältung oder Grippe auf. Dabei spricht man von Fieber ab einer Körpertemperatur von etwa 38,5 Grad Celsius (bei Säuglingen und Kleinkindern – ab über 38 Grad).

Fieber kann man auf verschiedene Art und Weise senken – sowohl mittels fieber- bzw. entzündungshemmender Schmerzmittel, als auch durch bewährte Hausmittel, die dazu gut geeignet sind. Allerdings wird Patienten geraten, wenn das Thermometer über 40 Grad Celsius steigt oder das Fieber länger als 2-3 Tage besteht, auf alle Fälle einen Arzt aufzusuchen. Ansonsten könnten folgende Maßnahmen helfen:

  • Kalte Wadenwickel sind eine bekannte Methode, um hohes Fieber zu senken, indem sie Wärme aus dem Körper ableiten. Dabei sollte man Tücher mit etwa 30 Grad kaltem Wasser anfeuchten, um die Waden wickeln und anschließend mit trockenen Tüchern abdecken.
  • Ausreichend Flüssigkeiten zu sich nehmen: Flüssigkeiten schützen vor Austrocknen des Körpers, wobei vor allem Tee ( bspw. Lindenblüten- und Holunderblütentee haben fiebersenkende Wirkung) und Wasser empfohlen werden (etwa 2,5 bis 3 Liter täglich).
  • Last but not least, sollte man sich bei anhaltendem Fieber unbedingt Bettruhe gönnen.

Wissenswertes: Obwohl Fieber eine Belastung für den Körper bedeutet, ist es keine Krankheit, sondern ein Schutzmechanismus des Körpers, um Bakterien und Viren, die eine Körpertemperatur von etwa 36-37 Grad gewöhnt sind, zu bekämpfen. Daher empfehlen Ärzte bei Fieber nicht sofort zu Medikamenten zu greifen.

Halsschmerzen: wie kann man sie lindern?

Zu den herkömmlichen Ursachen für Halsschmerzen gehören unter anderem Erkältungen – wenn die Erkältung eher harmlos ist, können Halsschmerzen mit Hausmitteln gelindert werden. Anbei einige Tipps:

  • Ähnlich wie gegen Fieber, helfen (Hals-)Wickel gegen Halsschmerzen: dazu wird ein Handtuch mit lauwarmem Wasser befeuchtet, um den Hals gelegt und mit einem trockenem Tuch abgedeckt. Der Halswickel sollte etwa 30 Minuten seine Wirkung entfalten.
  • Auch hier gilt: viel trinken. Flüssigkeiten halten die Schleimhäute feucht und die Vermehrung der Viren wird dadurch gehemmt. Dazu sind Kräutertees (unter anderem Kamille, Salbei oder auch Thymian) sowie frisch gepresste Säfte oder auch einfach Wasser besonders gut geeignet.
  • Gurgeln mit Salzwasser lindert auch Halsschmerzen, da Salzwasser eine abschwellende Wirkung auf die Schleimhäute hat. Dazu sollte man einen Teelöffel Salz in ¼ Liter warmes Wasser rühren und damit gurgeln.
  • Klingen Beschwerden zwei bis drei Tagen lang nicht ab, sollte man allerdings einen Arzt aufsuchen.

Schnupfen (Rhinitis): was hilft dagegen?

Schnupfen tritt oft als Folge einer Erkältung auf und lässt sich mittels verschiedenen Maßnahmen mildern, wobei nicht selten Hausmittel gegen Rhinitis hilfreich sind. Dazu zählen unter anderem:

  • Dampfbäder bzw. -inhalationen mit ätherischen Ölen oder Kamille, sie befeuchten die Nasenschleimhaut und entspannen die Nase.
  • Kochsalzwasserlösungen sowie Salzwasser-Nasensprays lindern Beschwerden der Atemwege.
  • Ingwer-Zitronentee mit Honig – diese Kombination stärkt hervorragend das Immunsystem. Dazu eine Scheibe frischen Ingwer, einen Esslöffel Honig, den Saft einer Zitrone und drei bis vier Häferl Wasser im Standmixer rühren. Nachher täglich einen Esslöffel davon auf nüchternen Magen einnehmen.
  • Neben verschiedenen Hausmitteln gegen Schnupfen haben auch Nasentropfen und Nasensprays eine positive Wirkung auf die Abschwellung der Nasenschleimhaut. Jedoch warnen Ärzte, dass man sich im Laufe der Zeit daran gewöhnen könnte und sie deshalb nicht länger als eine Woche anzuwenden sind.

Bildquelle: AOK-Mediendienst / Text: Simona Ganeva, Redaktion

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